Fußgänger, Radfahrer und Nutzer von Elektrokleinstfahrzeugen sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Verstärkte Kontrollen sollen ihre Sicherheit erhöhen.
Polizei Osthessen im Fokus, Hessenweite Aktionswochen

Osthessen (ost)
Osthessen. Menschen, die zu Fuß gehen, Fahrrad fahren und Elektrokleinstfahrzeuge benutzen, gehören zu den „schwächeren Verkehrsteilnehmern“ und sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Im Vergleich zu motorisierten Verkehrsteilnehmern bieten sie keinen mechanischen Schutz, sodass Unfälle oft schwerwiegende Folgen haben. Um die Sicherheit dieser Gruppe zu verbessern, führte die Polizei Osthessen in der letzten Woche, vom 18. Mai bis 24. Mai, verstärkte Kontrollen durch.
Unfallzahlen
Die Unfallstatistiken aus dem Jahr 2025 verdeutlichen die besondere Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmer. In Osthessen gab es 122 Unfälle mit Fußgängern, bei denen 95 Personen verletzt wurden. Leider wurde eine Person tödlich verletzt. Bei Radfahrern wurden 197 Unfälle registriert, wobei eine Person tödlich verletzt wurde, 40 schwer und 125 leicht. Pedelecs waren an 143 Unfällen beteiligt, bei denen 135 Personen verletzt wurden. Elektrokleinstfahrzeuge waren an 92 Unfällen beteiligt, bei denen 73 Personen verletzt wurden. Die Unfallzahlen im Bereich der Pedelecs und Elektrokleinstfahrzeuge zeigen einen steigenden Trend in den letzten Jahren.
Prävention im Fokus
Während der Kontrollen lag ein besonderer Schwerpunkt auf sensiblen Orten wie Schulen, Kindertagesstätten und Kindergärten. Das Ziel war es, schwächere Verkehrsteilnehmer über bestehende Gefahren im Straßenverkehr zu informieren und alle Verkehrsteilnehmer für ein rücksichtsvolles und regelkonformes Verhalten zu sensibilisieren. Radfahrer erhielten Tipps zur sicheren Fahrweise, zur Verwendung auffälliger Kleidung und zum Tragen eines Fahrradhelms.
Bilanz der Kontrollwoche
Insgesamt wurden während der Kontrollwoche 552 Verkehrsteilnehmer überprüft. In etwa 122 Fällen wurden Verstöße festgestellt, unter anderem aufgrund nicht angelegter Sicherheitsgurte, unzureichender Kindersicherung oder Nutzung des Handys während der Fahrt. Unter den kontrollierten Verkehrsteilnehmern waren auch 123 Radfahrer, deren Fahrräder auf ihren ordnungsgemäßen Zustand überprüft wurden. Bei 25 Fahrrädern wurden Mängel festgestellt, wie fehlende Beleuchtungseinrichtungen. Ebenso wurden 131 E-Scooter-Fahrer kontrolliert, bei denen insgesamt 38 Verstöße festgestellt wurden.
Fazit
Die verstärkten Kontrollen erhielten insgesamt positive Rückmeldungen von Eltern, Lehrern, Erziehern und Verkehrsteilnehmern. Das Polizeipräsidium Osthessen wird auch in Zukunft mit gezielten Maßnahmen die Sicherheit schwächerer Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr weiter verbessern.
(Jonas Trabert)
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.164 Fällen registriert, was 0,8% aller Unfälle ausmacht. Die meisten Unfälle (81,02%) waren übrige Sachschadensunfälle. Innerorts ereigneten sich 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Bei den Verkehrsunfällen gab es 188 Tote, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 145.422 |
| Unfälle mit Personenschaden | 19.527 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 6.914 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.164 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 117.817 |
| Ortslage – innerorts | 14.839 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 7.577 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.013 |
| Getötete | 188 |
| Schwerverletzte | 3.537 |
| Leichtverletzte | 21.704 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








