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Polizei warnt vor Betrugsanrufen im Wetteraukreis

Am Mittwoch (04.11.2026) erbeuteten Täter in Eckartsborn und Dauernheim EC-Karten samt PIN und hoben einmal 5.000 EUR und einmal 2.000 EUR ab. Die Kriminalpolizei rät, Geheimzahlen nicht preiszugeben.

Foto: unsplash

Giessen (ost)

Wetteraukreis: Polizei meldet zunehmende Anrufe von angeblichen Bankmitarbeitern und gibt Hinweise der Kriminalpolizei

Innerhalb einer Woche gingen bei der Kriminalpolizei mehrere Hinweise auf Anrufe falscher Bankmitarbeiter im Wetteraukreis ein. In einigen Fällen wurden Bargeld oder EC-Karten zusammen mit der Geheimzahl übergeben. Anschließend konnten die Täter damit Geld an Automaten abheben (siehe auch die Pressemeldungen der vergangenen Tage: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/154582/6381252, https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/154582/6382768, https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/154582/6383497). Neben den vollendeten Taten wurden auch Fälle von Bürgerinnen und Bürgern gemeldet, die den Trick der Betrüger erkannt und daraufhin die Polizei benachrichtigt hatten.

Erneut waren die Betrüger am Mittwoch (04.11.2026) in Eckartsborn und Dauernheim aktiv. Die Anrufer stellten sich in beiden Fällen als Bankmitarbeiter vor und behaupteten gegenüber ihren Opfern, es gebe Schwierigkeiten mit deren Bankkarte. Daher müsse ein anderer Mitarbeiter die Karte abholen und überprüfen. Hierfür sei auch die Geheimzahl erforderlich. In Eckartsborn und Dauernheim übergaben die Geschädigten am Mittwoch jeweils ihre EC-Karte mit PIN an die unbekannten Abholer. Diese konnten damit in einem Fall 5.000 EUR und im anderen 2.000 EUR abheben. Angesichts der Häufung in den vergangenen Tagen lässt sich nicht ausschließen, dass die Betrüger diese Masche weiter einsetzen und ihr Tätigkeitsgebiet über den Wetteraukreis hinaus auf andere Landkreise ausdehnen.

Die Polizei rät, am Telefon keine Angaben zu den eigenen Vermögensverhältnissen zu machen, auch nicht gegenüber vermeintlichen Beschäftigten einer Bank oder Sparkasse. Bleiben Sie skeptisch und prüfen Sie Aussagen kritisch, statt sich von Anrufern unter Druck setzen oder verunsichern zu lassen. Legen Sie auf und kontaktieren Sie Ihre Bank selbst oder wenden Sie sich im Zweifel an die Polizei, auch über den Notruf 110. Ermitteln Sie die Telefonnummer Ihrer Bank oder Sparkasse eigenständig und übernehmen Sie keine Nummer, die Ihnen der Anrufer für ein angebliches Gespräch mit seinem Vorgesetzten oder einem Kundenberater nennt. Banken entsenden keine Mitarbeiter zu Ihnen nach Hause, um Bank- oder Kreditkarten abzuholen. Ihre PIN beziehungsweise Geheimzahl ist vertraulich und darf außer Ihnen niemanden etwas angehen! Holen Sie bei Unsicherheit Verwandte, Nachbarn oder andere Personen Ihres Vertrauens hinzu. Geben Sie Geld, Wertgegenstände oder Bankunterlagen niemals an Unbekannte weiter. Die Polizei empfiehlt außerdem, Angehörige innerhalb der Familie und des Bekanntenkreises zu sensibilisieren und sie über die Vorgehensweisen der Betrüger aufzuklären. Zusätzliche Informationen zum Schutz vor verbreiteten Betrugsmaschen stehen unter www.polizei-beratung.de bereit.

Tobias Schwarz, Pressesprecher

Quelle: Presseportal

nf24