Ein 37-jähriger Mann löste einen Polizeieinsatz aus, als er mit einer sichtbaren Pistole im Gürtelholster die Kaskaden hinunter lief. Nach seiner Festnahme wurden eine Schreckschusswaffe und eine kleine Menge Amphetamine sichergestellt.
Polizeieinsatz im Bergpark: Mann mit Schreckschusswaffe festgenommen

Kassel (ost)
Kassel-Bad Wilhelmshöhe:
Ein 37-jähriger Mann aus Kassel sorgte gestern Nachmittag für einen Polizeieinsatz im Kasseler Bergpark Wilhelmshöhe. Er trug eine gut sichtbare Pistole in einem Holster am Gürtel und lief die Kaskaden hinunter. Besucher der Wasserspiele wurden gegen 15:30 Uhr so verängstigt, dass sie die Polizei über den Notruf alarmierten. Sofort wurde eine Fahndung nach dem schwarz gekleideten Verdächtigen eingeleitet, der eine große Tarn-Tasche bei sich trug. Die Fahndung führte schließlich wenige Minuten später zur Festnahme des 37-Jährigen am Neptunbecken. Es stellte sich heraus, dass es sich um eine täuschend echt aussehende Schreckschusswaffe handelte, die zusammen mit einem Waffenkoffer in der Tasche sichergestellt wurde. Bei einer Durchsuchung des Festgenommenen fanden die Polizisten außerdem eine geringe Menge Amphetamine, die beschlagnahmt wurde. Der Tatverdächtige wurde für weitere polizeiliche Maßnahmen auf die Dienststelle gebracht, wo ein Drogenvortest positiv auf mehrere Drogen im Urin des Mannes reagierte. Er muss sich nun wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz aufgrund des Tragens einer Anscheinswaffe sowie des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten. Der 37-Jährige machte keine Angaben zu den Vorwürfen und seiner Motivation, eine Waffe offen in der Öffentlichkeit zu zeigen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 24363 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 26518 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 auf 23101. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 relativ konstant. Insgesamt waren 17106 männliche Verdächtige und 2027 weibliche Verdächtige beteiligt. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 6494 auf 7004. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt








