Ein 38-jähriger Mann wurde bei einem Polizeieinsatz schwer verletzt. Sein Zustand ist weiterhin lebensbedrohlich.
Polizeieinsatz in Wachenbuchen, Angreifer lebensbedrohlich verletzt

Wiesbaden / Hanau (ost)
Wir möchten Sie auf die folgende gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Hanau und des Hessischen Landeskriminalamts hinweisen (siehe auch: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43563/6195751):
Während eines Einsatzes der Polizei am Montagabend (12.01.) gegen 20.25 Uhr in Wachenbuchen, einem Ortsteil von Maintal, kam es zu einem Vorfall, bei dem ein 38-jähriger Mann durch Polizeibeamte mit Schusswaffen schwer verletzt wurde. https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43563/6195085
Basierend auf den derzeitigen Ermittlungen war die Polizei bereits am Montagnachmittag in Hanau im Einsatz, um dem örtlichen Veterinäramt zu helfen. Der Mann war verdächtigt worden, mehrere Hundewelpen nicht artgerecht zu halten. Bei der Kontrolle kam es zu einer Bedrohung mit einem stockähnlichen Gegenstand gegen die Einsatzkräfte vor Ort, was zum vorzeitigen Abbruch des Einsatzes führte.
Am Abend informierte eine Zeugin die Einsatzkräfte, dass der 38-Jährige mehrere Hundewelpen aus dem Fenster warf. Als Feuerwehr und Polizei eintrafen, bemerkten sie Rauch aus seiner Wohnung. Der Mann hatte offensichtlich Kunststoffmaterial verbrannt und war dann zu Fuß geflohen. Die Feuerwehr löschte das Feuer schnell.
Der 38-jährige Mann, bewaffnet mit einem Messer, bedrohte dann Menschen in Hanau-Mittelbuchen. Er führte Schwing- und Stichbewegungen mit dem Messer in Richtung der Passanten aus. Gegen ihn wurden Ermittlungen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung, Brandstiftung und versuchten Totschlags eingeleitet.
Während der Fahndung fanden die Polizeibeamten den Mann, der sich in einem psychischen Ausnahmezustand befand, in der Bachstraße / „Alt Wachenbuchen“ in Maintal und sprachen ihn an. Er reagierte nicht.
Der Diensthund, der auch zubiss, wurde gegen den Mann eingesetzt. Der Mann griff dann den Diensthund an. Aufgrund der anhaltenden Gefahr wurden das Distanzelektroimpulsgerät (DEIG) und der Teleskopschlagstock eingesetzt und es wurde von der Schusswaffe Gebrauch gemacht. Der Mann wurde in die Schulter getroffen. Danach verletzte er sich selbst mit seinem Messer. Erste Hilfe wurde geleistet und er wird derzeit intensivmedizinisch behandelt. Sein Zustand ist weiterhin kritisch.
Es wurden keine anderen Personen verletzt.
Die genauen Umstände der Tat und des Einsatzes werden derzeit von der Staatsanwaltschaft Hanau und dem HLKA untersucht. Die gesicherten Spuren werden im kriminaltechnischen und -wissenschaftlichen Institut des HLKA analysiert.
Zeugen, die relevante Informationen haben, werden gebeten, sich mit dem HLKA unter 0611/83 – 8300 in Verbindung zu setzen. Hinweise können auch per E-Mail an hinweise-kapitaldelikte.hlka@polizei.hessen.de gesendet werden.
Die Zuständigkeit für die Presse liegt bei der Staatsanwaltschaft Hanau.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023
Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, von denen 224 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 308, wobei 283 männliche und 25 weibliche Verdächtige waren. 147 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 wurden 229 Fälle von Mord registriert, von denen 216 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 267, wobei 237 männliche und 30 weibliche Verdächtige waren. 130 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Zum Vergleich hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 243 | 229 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 224 | 216 |
| Anzahl der Verdächtigen | 308 | 267 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 283 | 237 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 25 | 30 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 147 | 130 |
Quelle: Bundeskriminalamt








