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Polizeikontrollen: Fokus auf Drogenerkennung

Erfahrene Beamte führen Schulungen durch und führen Blutentnahmen durch, um Verkehrssicherheit zu erhöhen und Verstöße zu ahnden.

Foto: Depositphotos

Südosthessen (ost)

Drogenkontrolle im Straßenverkehr ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil der täglichen Streifentätigkeit. Deshalb führen erfahrene Polizistinnen und Polizisten, die speziell für die Drogenkontrolle im Straßenverkehr ausgebildet sind und über umfassendes Wissen verfügen, regelmäßig auch theoretische Schulungen für ihre Kollegen durch. Danach folgt die praktische Umsetzung, weshalb am Dienstag zwischen 13 Uhr und 21 Uhr insgesamt drei Kontrollstellen im Bereich des Polizeipräsidiums eingerichtet wurden. Die Ordnungshüter standen unter anderem an der Bundesstraße 448 in Offenbach und im Bereich der Philippsruher Allee in Hanau.

Das Ziel solcher geplanter Einsatzmaßnahmen ist es immer, das theoretisch erlernte Wissen der Teilnehmer zu festigen, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und insbesondere gegen den Einfluss von berauschenden Mitteln am Steuer vorzugehen. Während der Kontrollen wurden zahlreiche Verstöße festgestellt und geahndet. Insgesamt mussten zehn Personen Blutproben abgeben; sie stehen im Verdacht, unter dem Einfluss berauschender Mittel mit Kraftfahrzeugen gefahren zu sein. In sechs Fällen fiel der Vortest positiv auf THC aus und jeweils einmal auf Kokain sowie Amphetamin. Bei den anderen beiden Verdachtsfällen war eine eindeutige Zuordnung nicht möglich. Die entsprechenden Strafverfahren wurden eingeleitet.

Ein Verkehrsteilnehmer war außerdem ohne erforderliche Fahrerlaubnis unterwegs, ein anderer ohne entsprechende Pflichtversicherung. Ein erfahrener Beamter der Urkundenprüfstelle war vor Ort und überprüfte Dokumente genauer. In zwei Fällen bestand nach eingehender Prüfung der Verdacht auf Urkundenfälschung.

Neben präventiven Gesprächen bot die Polizei den kontrollierten Fahrern auch praktische Tipps zur Verbesserung ihrer Verkehrssicherheit an. Der Konsum von Rauschmitteln und Alkohol am Steuer gefährdet nicht nur das eigene Leben, sondern auch das Leben anderer. Die Durchführung solcher und ähnlicher Kontrollen bleibt daher ein zentrales Anliegen der Polizei, um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen.

Offenbach, 06.05.2026, Pressestelle, Thomas Leipold

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023

Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 24363 Fälle registriert, wovon 22378 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 19168, davon waren 17079 männlich, 2089 weiblich und 6494 nicht-deutsch. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der gemeldeten Fälle auf 26518, wovon 23101 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 ähnlich, wobei 17106 männlich, 2027 weiblich und 7004 nicht-deutsch waren. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 registrierten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 24.363 26.518
Anzahl der aufgeklärten Fälle 22.378 23.101
Anzahl der Verdächtigen 19.168 19.133
Anzahl der männlichen Verdächtigen 17.079 17.106
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.089 2.027
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 6.494 7.004

Quelle: Bundeskriminalamt

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