Beamte kontrollieren neun Busse, finden desolate Reifen, Gartenteich und Brieftauben im Anhänger. Über 11.000 Euro Sicherheitsleistung fällig.
Pristina: Polizei stoppt neun Busse

Darmstadt (ost)
Zur Überwachung des gewerblichen Personenverkehrs wurden Polizeibeamte des Polizeipräsidiums Südhessen sowie Teilnehmer des Lehrgangs der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit, unterstützt vom Zoll mit einem Röntgengerät und Mitarbeitern des Regierungspräsidiums Darmstadt, am Mittwoch (04.06.) auf dem Gelände der Polizeiautobahnstation Südhessen neun Kraftomnibusse aus Deutschland und Europa kontrolliert, die zuvor von der Autobahn zum Kontrollort geleitet wurden. Von den neun Bussen wurden sieben beanstandet. Insgesamt mussten über 11.000 Euro zur Sicherung der folgenden Ermittlungsverfahren gezahlt werden.
Bei sechs Fahrzeugen und dem dazugehörigen Fahrpersonal wurden Verstöße gegen die EG-Sozialvorschriften festgestellt. Das Regierungspräsidium Darmstadt verhängte insgesamt acht Lizenzverstöße, da beispielsweise keine Lizenzgenehmigungen vorlagen, nicht mitgeführt wurden oder die Haltestellen gemäß den Liniengenehmigungen und dem vorgeschriebenen Fahrplan nicht bedient wurden.
Der Fahrer eines osteuropäischen Reisebusses, der acht Fahrgäste von Karlsruhe zum Frankfurter Flughafen bringen wollte, durfte nicht weiterfahren, da der Reifen des rechten Vorderrades so beschädigt war, dass die Fahrgäste gefährdet gewesen wären. Da der Reifen bereits mehrere Risse bis auf das Metallgewebe aufwies, hätte er jederzeit platzen können. Die Fahrgäste riefen zwei Taxis zur Kontrollstelle und kümmerten sich selbst um ihre Weiterreise. Erst nach einem Reifenwechsel durfte der Bus die Fahrt fortsetzen.
Die Kontrolle eines Reisebusses im internationalen Linienverkehr mit Ziel Pristina (Kosovo) war für das Kontrollpersonal äußerst überraschend. Der Bus war mit 28 Fahrgästen besetzt und führte einen Anhänger mit. Anstatt Reisegepäck befanden sich im Anhänger zwölf Autoreifen, ein Gartenteich und eine Waschmaschine. Eine Lizenz für diesen offensichtlichen Gütertransport fehlte, obwohl sie erforderlich gewesen wäre. Der nicht zugelassene Anhänger trug ein Kennzeichen, das den Anschein einer ordnungsgemäßen Zulassung erweckte. Zudem wurden erhebliche Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeitbestimmungen festgestellt und im Fahrtenschreiber des Busses waren Geschwindigkeitsüberschreitungen verzeichnet.
Im Anhänger entdeckten die Beamten auch einen Karton mit sechs Brieftauben. Der Besitzer konnte nicht ermittelt werden. Das Veterinäramt stellte fest, dass die Bedingungen für den Tiertransport gegen das Tierschutzgesetz verstießen und nahm die Tiere zum Schutz ihres Wohlergehens in Obhut, um sie einer Tierschutzorganisation zu übergeben. Das Fahrpersonal musste vor Ort über 6200 Euro für die festgestellten Verstöße zahlen. Allein die Kontrolle dieses Busses dauerte über vier Stunden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 aus, was 4,75% aller Unfälle ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel machten 1.164 aus, was 0,8% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 117.817, was 81,02% aller Unfälle ausmacht. In innerorts gelegenen Ortslagen gab es 14.839 Unfälle, was 10,2% entspricht. Außerorts (ohne Autobahnen) gab es 7.577 Unfälle, was 5,21% entspricht. Auf Autobahnen gab es 3.013 Unfälle, was 2,07% entspricht. Bei den Verkehrsunfällen gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 145.422 |
| Unfälle mit Personenschaden | 19.527 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 6.914 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.164 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 117.817 |
| Ortslage – innerorts | 14.839 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 7.577 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.013 |
| Getötete | 188 |
| Schwerverletzte | 3.537 |
| Leichtverletzte | 21.704 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








