Zigarettenautomat gesprengt, Einbruch in Einfamilienhäuser und Kennzeichen entwendet. 66-Jährige Opfer von Love-Scammern.
Ransbach: Einbrüche und Betrug in Hessen

Hersfeld-Rotenburg (ost)
Zigarettenautomat explodiert
Nentershausen. Ein lauter Knall in der Kasseler Straße weckte am Montagmorgen (19.01.) gegen 3 Uhr mehrere Anwohner auf, die daraufhin feststellten, dass ein Zigarettenautomat zerstört worden war. Mindestens zwei Personen liefen dann in unbekannte Richtung davon. Gemäß ersten Informationen haben sie den Automaten gesprengt und dadurch etwa 4.000 Euro Schaden verursacht. Ob etwas gestohlen wurde, ist derzeit unklar. Hinweise bitte an die Polizeistation Rotenburg a. d. Fulda unter Telefon 06623/937-0, jede andere Polizeidienststelle oder über die Onlinewache unter www.polizei.hessen.de.
Einbruch in Wohnhäuser
Niederaula. Unbekannte drangen gewaltsam zwischen Samstagmorgen (17.01.) und Sonntagmorgen (18.01.) in ein Einfamilienhaus in der Falkenweg ein. Die Diebe durchsuchten das Haus und flüchteten mit Schmuck und Bargeld in unbekannte Richtung. Ebenfalls am Samstag, zwischen 14.55 Uhr und 19.10 Uhr, wurde ein weiteres Einfamilienhaus in derselben Straße von Unbekannten heimgesucht. Auch hier wurden die Räume durchsucht und Bargeld gestohlen. Der entstandene Schaden wird auf etwa 800 Euro geschätzt. Ob die Taten zusammenhängen, wird durch weitere Ermittlungen geklärt. Hinweise bitte an die Polizeistation Bad Hersfeld unter Telefon 06621/932-0, jede andere Polizeidienststelle oder über die Onlinewache unter www.polizei.hessen.de.
Kennzeichen gestohlen
Hohenroda. Zwischen Samstagabend (17.01.) und Sonntagmorgen (18.01.) wurden die beiden amtlichen Kennzeichen „HEF-VD 55“ von einem BMW 118i in der Meisenstraße in Ransbach gestohlen. Hinweise bitte an die Polizeistation Bad Hersfeld unter Telefon 06621/932-0, jede andere Polizeidienststelle oder über die Onlinewache unter www.polizei.hessen.de.
66-Jährige fällt Love-Scammern zum Opfer
Bebra. Eine 66-jährige Frau aus Bebra wurde Opfer von skrupellosen Betrügern. Über die Social-Media-Plattform Instagram knüpfte sie Kontakt zu einer unbekannten Person und fiel auf die Masche des sogenannten „Love-Scammings“ herein. Innerhalb von zwei Wochen kaufte die Frau Gutschein-Coupons im Wert von ungefähr 1.200 Euro und schickte sie dem Unbekannten zu. Erst als weitere Geldforderungen kamen, bemerkte sie den Betrug und erstattete Anzeige bei der Polizei.
Die Täuschung der vorgetäuschten Liebe
Das Love- oder Romance-Scamming ist besonders hinterlistig, da es für die Opfer mit starkem emotionalen Stress verbunden ist. In Online-Dating-Plattformen oder auch in sozialen Netzwerken suchen die Betrügerinnen und Betrüger potenzielle Opfer, nur mit dem Ziel, ihnen Geld abzunehmen.
Die Betrüger geben sich oft als attraktive Personen mittleren Alters aus und erzeugen durch das Versenden von Bildern und Videos in schicker Kleidung – leicht oder autoritär – bei ihren Opfern den Eindruck, dass es sich um eine echte Person handelt. Doch die Person auf den Bildern ist definitiv nicht diejenige, die mit ihnen kommuniziert. Daher kommt es nie zu einem persönlichen Treffen.
Um Vertrauen aufzubauen, überhäufen die Betrüger ihre Opfer frühzeitig und über einen längeren Zeitraum mit Komplimenten und übertriebenen Liebesbekundungen. Oft dauern diese Phasen mehrere Wochen oder Monate, bis schließlich finanzielle Notlagen vorgetäuscht und um Geldüberweisungen gebeten wird. Viele Opfer zahlen auch, da sie zu diesem Zeitpunkt bereits emotional von ihrem Online-Partner abhängig sind. Wenn die Opfer auf eine persönliche Geldübergabe bestehen, geben die angeblichen Liebhaber an, verhindert zu sein, und schicken vermeintliche Vertrauenspersonen, die das Geld entgegennehmen und übergeben sollen.
Folgen wie sozialer Rückzug und Scham bieten Betrügern eine Plattform. Sprechen Sie offen über das Geschehene, jeder kann Opfer werden. Zögern Sie nicht, die Polizei zu informieren, wenn Sie Zweifel haben oder bereits Opfer eines Betrugs geworden sind. Die Polizei wird Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.
So erkennen Sie Love-Scammer:
Sie haben den Verdacht, Opfer geworden zu sein? Das können Sie tun:
Julissa Sauermann
Quelle: Presseportal
Einbruchstatistiken in Hessen für 2022/2023
Die Einbruchsraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 4275 Fälle registriert, wovon 723 aufgeklärt werden konnten. Es gab insgesamt 569 Verdächtige, darunter 498 Männer, 71 Frauen und 275 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der Einbrüche auf 5206, wobei 840 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 598, wobei 511 männliche und 87 weibliche Verdächtige sowie 270 nicht-deutsche Verdächtige erfasst wurden. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Einbrüchen in Deutschland mit 27061 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 4.275 | 5.206 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 723 | 840 |
| Anzahl der Verdächtigen | 569 | 598 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 498 | 511 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 71 | 87 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 275 | 270 |
Quelle: Bundeskriminalamt








