Ein betrunkener 28-Jähriger wurde festgenommen, nachdem er Passanten rassistisch beleidigt hatte. Die Polizei sucht nun die Opfer der verhetzenden Beleidigungen.
Rassistische Ausrufe in Kassel, Passanten gesucht

Kassel (ost)
Kassel-Wehlheiden:
Ein Vorfall sorgte gestern Nachmittag in der Wittrockstraße und im Kirchweg in Kassel für Aufsehen, als ein betrunkener Mann Passanten rassistisch beleidigte und dabei mit einem 1,30 Meter langen Wanderstock herumfuchtelte. Der 28-jährige Verdächtige wurde nach einer Fahndung festgenommen, aber die Polizei sucht nun nach den bisher unbekannten Opfern der beleidigenden Äußerungen.
Gegen 17:00 Uhr wurde die Polizei von Passanten vor einem Supermarkt in der Wittrockstraße alarmiert, weil ein Mann laut schreiend und pöbelnd auffiel. Kurz darauf meldeten sich weitere Zeugen über den Notruf der Polizei und berichteten, dass der 28-Jährige in Richtung Wilhelmshöher Allee lief und rassistische Bemerkungen über russische und afghanische Staatsbürger machte, die bisher unbekannten Passanten galten. Gleichzeitig zeigte er mit dem Stock auf die Opfer, so die Zeugen. Als die Streifenwagen eintrafen, war der Täter bereits geflohen, wurde aber kurz darauf am Bahnhof Wilhelmshöhe festgenommen und der Wanderstock sichergestellt. Ein Atemalkoholtest ergab bei dem aggressiven 28-Jährigen 2,1 Promille, weshalb er zur Ausnüchterung und Verhinderung weiterer Straftaten ins Polizeigewahrsam gebracht wurde. Auf dem Weg dorthin beschimpfte der Tatverdächtige aus Hattersheim am Main, deutscher Staatsbürger und nun wegen beleidigender Äußerungen angeklagt, die Polizeibeamten als Rassisten.
Die beleidigten Passanten und weitere Zeugen werden gebeten, sich unter Tel. 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023
Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 waren rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, wobei 224 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 308 Verdächtige, darunter 283 Männer und 25 Frauen. 147 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 sank die Zahl der Mordfälle auf 229, wobei 216 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 267 Verdächtige, darunter 237 Männer und 30 Frauen. 130 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 243 | 229 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 224 | 216 |
| Anzahl der Verdächtigen | 308 | 267 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 283 | 237 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 25 | 30 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 147 | 130 |
Quelle: Bundeskriminalamt








