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Razzia in Kassel und Vellmar

OE City durchsucht vier Wohnungen: Drogen, Waffen und illegale Glücksspielautomaten sichergestellt; 22-Jähriger wird Haftrichter vorgeführt

Foto: Depositphotos

Kassel (ost)

Gemeinsame Bekanntgabe der Staatsanwaltschaft Kassel und des Polizeipräsidiums Nordhessen

Kassel:

Die Ermittler der OE City der Polizei Kassel haben heute gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Kassel einen weiteren Schlag gegen die Drogenkriminalität in Kassel gelandet. Mit Unterstützung von Beamten der Direktion Bereitschaftspolizei Nord durchsuchten die Drogenfahnder am frühen Morgen vier Wohnungen in Kassel und Vellmar. Dabei wurden Betäubungsmittel im Wert von mehreren tausend Euro, zahlreiche Waffen und mutmaßliches Drogengeld sichergestellt. Außerdem wurden in einer Wohnung vier illegal betriebene Glücksspielautomaten entdeckt. Der Hauptverdächtige, ein 22-jähriger Mann aus Kassel, soll noch heute einem Haftrichter vorgeführt werden.

Die Ermittler waren bereits im letzten Jahr auf die Spur des 22-jährigen mutmaßlichen Dealers gekommen, nachdem sie im November einen anderen Drogenhändler verhaftet hatten. Im Laufe der umfangreichen Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht, dass auch der 22-Jährige einen florierenden Drogenhandel betreibt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kassel erließ ein Richter daher einen Durchsuchungsbeschluss für drei Wohnungen in Kassel und eine Wohnung in Vellmar, die alle mit dem 22-Jährigen in Verbindung stehen. In den frühen Morgenstunden wurden die Beschlüsse dann gleichzeitig vollstreckt. Neben rund 500 Gramm Marihuana und 200 Gramm Haschisch stellten die Ermittler in den Wohnungen etwa 10.000 Euro Bargeld sicher, das mutmaßlich aus Drogenverkäufen stammt. Außerdem wurden mehrere Messer, eine Machete, Reizstoffsprühgeräte und zehn Smartphones gefunden.

Bei der Durchsuchung einer der Wohnungen, die anscheinend speziell für den Drogenverkauf angemietet wurde, entdeckten die Ermittler eine Art Spielhalle mit vier Glücksspielautomaten, die zu diesem Zeitpunkt von mehreren Personen genutzt wurden. Die Automaten wurden ebenso wie die anderen Gegenstände sichergestellt. Der 22-Jährige wurde in einer der Wohnungen von der Polizei festgenommen. Ein Haftrichter wird im Laufe des Tages entscheiden, ob er in Untersuchungshaft genommen wird. Die Ermittlungen, die nun nicht nur wegen des gewerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln, sondern auch wegen unerlaubter Veranstaltung eines Glücksspiels geführt werden, dauern an.

Daniel Kalus-Nitzbon, Pressesprecher Polizeipräsidium Nordhessen, Tel. 0561-910 1021

Moritz Teschner, Stellvertretender Pressesprecher Staatsanwaltschaft Kassel, Tel. 0561 – 912 2759

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023

Die Drogenraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 24.363 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wobei 22.378 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 19.168, wovon 17.079 männlich und 2.089 weiblich waren. 6.494 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der aufgezeichneten Fälle auf 26.518, wobei 23.101 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19.133 nahezu gleich, wobei 17.106 männlich und 2.027 weiblich waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg auf 7.004. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 24.363 26.518
Anzahl der aufgeklärten Fälle 22.378 23.101
Anzahl der Verdächtigen 19.168 19.133
Anzahl der männlichen Verdächtigen 17.079 17.106
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.089 2.027
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 6.494 7.004

Quelle: Bundeskriminalamt

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