Großkontrolle zur Überwachung des gewerblichen Personenverkehrs. Nur wenige Busse ohne Mängel, über 13.000 Euro Sicherheitsleistungen einbehalten.
Regierungsbezirk Darmstadt: Polizei stoppt Omnibusse auf der Autobahn

Weiterstadt (ost)
Am Donnerstag (13.08.) wurde auf der Rastanlage Gräfenhausen-Ost eine umfangreiche Kontrolle des gewerblichen Personenverkehrs durchgeführt. Im Rahmen der Sicherheitskooperation der Länder erhielten die südhessischen Beamten Unterstützung von spezialisierten Kontrollkräften aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Bayern sowie von Kollegen aus anderen hessischen Polizeipräsidien. Auch der Zoll, die Genehmigungsbehörde des Regierungspräsidiums Darmstadt und das Veterinäramt der Stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg waren im Einsatz. Der Schwerpunkt lag auf der Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten sowie der technischen Zustand der Fahrzeuge. Es wurden 21 Busse, 34 Fahrer und über 340 Fahrgäste überprüft. Nur sechs Busse waren ohne Beanstandungen. Fünf Busse wiesen technische Mängel auf, bei vier Fahrzeugen wurde die Weiterfahrt untersagt. Insgesamt wurden Sicherheitsleistungen in Höhe von über 13.000 Euro einbehalten, um zukünftige Ermittlungsverfahren abzusichern.
Bei einem Linienbus zwischen der Ukraine und Deutschland wurde festgestellt, dass einer der Fahrer fremde Fahrerkarten benutzte, um seine Lenkzeitüberschreitungen zu verbergen. Die Polizei fand und beschlagnahmte die Fahrerkarten nach einer Durchsuchung. Der Mann muss sich nun in einem Strafverfahren verantworten.
Im Linienverkehr zwischen dem Kosovo und Deutschland versteckten zwei Busfahrer Schaublätter des analogen Fahrtenschreibers vom Vortag, um ihre Lenkzeitüberschreitungen zu verschleiern. Nach Ermittlung einer gemeinsamen Lenkzeit von über 23 Stunden wurde den beiden Fahrern die Weiterfahrt vor Ort untersagt. An ihrem Bus wurde zudem ein Ölverlust im Bereich der hinteren Achse festgestellt. Die Fahrgäste mussten auf einen Ersatzbus umsteigen.
Bei einem Bus aus Bosnien-Herzegowina und einem aus Serbien waren jeweils drei Fahrer im Einsatz. Ein Fahrer fuhr den Bus bis zur Landesgrenze, wo die anderen beiden übernahmen. Obwohl die Fahrer zu Beginn des Linienverkehrs bereits im Bus waren, füllten sie fälschlicherweise manuelle Ruhezeitnachträge auf ihren Fahrerkarten aus. Selbst wenn sie nicht selbst fuhren, zählt diese Zeit als Bereitschaftszeit und muss dokumentiert werden. Aufgrund der Unterschreitung der täglichen Ruhezeit wurde die Weiterfahrt an der Kontrollstelle gestoppt.
Bei einem Bus aus Mazedonien wurden bei der Kontrolle der Fahrgäste durch den Zoll und das Veterinäramt insgesamt 10 Kilogramm illegal eingeführtes Fleisch sichergestellt und anschließend vernichtet.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Hessen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 145.422 Unfälle. Davon entfallen 19.527 Unfälle auf Personenschäden, was 13,43% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 6.914 Fälle aus, was 4,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.164 Fällen registriert, was 0,8% aller Unfälle sind. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 117.817 Fälle, was 81,02% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 145.422 |
| Unfälle mit Personenschaden | 19.527 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 6.914 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.164 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 117.817 |
| Ortslage – innerorts | 14.839 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 7.577 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.013 |
| Getötete | 188 |
| Schwerverletzte | 3.537 |
| Leichtverletzte | 21.704 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








