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Reinhardshagen: Tumult zwischen Jugendgruppen mit Schwerverletztem

Polizei sucht nach Zeugen in Reinhardshagen. Ein junger Mann wurde bei einer Auseinandersetzung schwer verletzt, weitere Personen erlitten leichte Verletzungen durch Pfefferspray.

Foto: Depositphotos

Kassel (ost)

Reinhardshagen (Landkreis Kassel):

Während einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen von Jugendlichen in Reinhardshagen wurde ein junger Mann am späten Samstagabend schwer verletzt. Zudem erlitten mehrere Personen leichte Verletzungen durch versprühtes Pfefferspray. Die Polizei sucht nun nach Zeugen des Vorfalls, der gegen 23:20 Uhr in der Schulstraße im Ortsteil Vaake stattfand. Nach aktuellen Ermittlungen stieß eine Gruppe von sechs Jugendlichen im Alter von 15 bis 21 Jahren auf eine Gruppe von fünf bis sieben bisher unbekannten Tätern, die sie unvermittelt mit Pfefferspray attackierten. Die Jugendlichen flüchteten, wobei ein 17-Jähriger von den Tätern eingeholt und erneut angegriffen wurde. Er erlitt Stichverletzungen sowie Verletzungen durch Schläge und Tritte. Die Täter flohen in unbekannte Richtung. Der Jugendliche mit den schweren, aber nicht lebensbedrohlichen Verletzungen wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Möglicherweise führten frühere Streitigkeiten zwischen Mitgliedern der Gruppen zu der Auseinandersetzung. Die Ermittlungen zu diesem Vorfall und dem unbekannten Tatmittel dauern an. Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Beteiligten das nahegelegene Fest besuchten.

Die umgehend eingeleiteten, umfangreichen Fahndungsmaßnahmen führten nicht zur Festnahme der Täter, von denen insgesamt bis zu zehn Jugendliche oder junge Männer beteiligt waren. Einer der Täter trug ein rotes Oberteil mit Aufdruck und eine kurze, graue Jogginghose. Die Ermittler des Kommissariats 11 der Kasseler Kriminalpolizei ermitteln wegen eines versuchten Tötungsdelikts und bitten Zeugen, die Informationen über die flüchtigen Täter haben, sich unter Tel. 0561 – 9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023

Die Mordraten in der Region Hessen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, wovon 224 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 308 Verdächtige, darunter 283 Männer und 25 Frauen. 147 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 sank die Anzahl der registrierten Fälle auf 229, von denen 216 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 267 Verdächtige, darunter 237 Männer und 30 Frauen. 130 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 243 229
Anzahl der aufgeklärten Fälle 224 216
Anzahl der Verdächtigen 308 267
Anzahl der männlichen Verdächtigen 283 237
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 25 30
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 147 130

Quelle: Bundeskriminalamt

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