Zwei mutmaßliche Taschendiebe wurden in Gießen von zivilen Beamten auf frischer Tat festgenommen. Sie verfolgten ältere Menschen, um deren Wertsachen zu stehlen.
Reiskirchen: Taschendiebe festgenommen

Gießen (ost)
Gießen: Festnahme von Taschendieben auf frischer Tat
Dank des geschulten Auges und der Erfahrung ziviler Beamter der Kriminalpolizei Gießen konnten zwei mutmaßliche Taschendiebe auf frischer Tat festgenommen werden. Ein 47-jähriger Mann und seine 22-jährige Begleiterin wurden von den Beamten am Dienstagmittag (11.6.) in der Gießener Innenstadt entdeckt. Die Beamten beobachteten sie und stellten fest, dass das Paar ältere Menschen verfolgte und versuchte, an deren Wertsachen zu gelangen, wenn sich die Gelegenheit bot. Die Diebe hatten offenbar Erfolg, als sie versuchten, in einer Bank in der Innenstadt Geld abzuheben. Die Beamten griffen ein und nahmen sie fest. Es stellte sich heraus, dass sie kurz zuvor einem 88-jährigen Mann die Geldbörse gestohlen hatten. Die Geldbörse wurde sichergestellt und das Paar wurde zur Dienststelle gebracht.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Gießen wurde die 22-Jährige nach den polizeilichen Maßnahmen aufgrund fehlender Haftgründe entlassen. Der Mann wurde am nächsten Tag einem Haftrichter am Amtsgericht Gießen vorgeführt, der aufgrund der Fluchtgefahr einen Untersuchungshaftbefehl gegen den Festgenommenen erließ, der keinen festen Wohnsitz hat. Beide müssen sich nun einem Strafverfahren stellen.
Gießen: Einbruchsversuch in Kindertagesstätte
Ein Unbekannter versuchte, in die Räume einer Kindertagesstätte im Spenerweg einzudringen, indem er an mehreren Türen des Gebäudes hebelte, die jedoch standhielten. Der Täter entkam unbemerkt. Der Einbruchsversuch ereignete sich irgendwann zwischen dem 6.6. und 11.6.
Die Kriminalpolizei bittet um Zeugenhinweise unter der Telefonnummer 0641/7006-6555.
Linden: Festnahme wegen Volksverhetzung
Ein 61-jähriger Mann traf bei einem Spaziergang in Linden am Dienstag (11.6.) im Stadtzentrum auf eine Gruppe Jugendlicher. Plötzlich rief der Mann um 20.05 Uhr „Heil Hitler“ in ihre Richtung und zeigte wiederholt den „Hitlergruß“. Zusätzlich beleidigte er die Jugendlichen rassistisch und bedrohte sie. Die Polizeibeamten der Polizeistation Gießen Süd nahmen den deutschen Staatsbürger vor Ort fest. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er freigelassen. Gegen ihn wird nun u.a. wegen des Verdachts der Volksverhetzung und Bedrohung ermittelt.
Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0641/7006-6555 zu melden.
Reiskirchen: Manipulation an Autoreifen
Ein Reiskirchener bemerkte am Samstag (8.6.) ungewöhnliche Fahrgeräusche an seinem Auto. Es stellte sich heraus, dass alle Schrauben an verschiedenen Reifen locker waren. Es besteht der Verdacht, dass ein Unbekannter die Schrauben am Fahrzeug gelöst hat. Der Zeitraum des Vorfalls wird auf Freitag (7.6.), 15 Uhr bis Samstagmorgen, 10 Uhr eingegrenzt. Das Auto parkte in dieser Zeit auf einem Parkplatz in der Friedensstraße. Die Ermittler suchen nach Zeugen, die etwas Verdächtiges bemerkt haben.
Hinweise nimmt die Polizeistation Grünberg unter der Telefonnummer 06401/91430 entgegen.
Gießen: Suche nach weißem Auto nach Unfallflucht
In Wieseck beschädigte ein Unbekannter am Dienstag (11.6.) gegen 19.25 Uhr einen schwarzen BMW, als er vorbeifuhr. Er verursachte einen Schaden von etwa 2.000 Euro und flüchtete unerlaubt vom Unfallort, ohne seinen Pflichten nachzukommen. Der flüchtige Fahrer soll ein größeres, weißes Fahrzeug gefahren haben. Es hatte eine blaue Seitenaufschrift und fuhr in Richtung des Kieswegs davon.
Die Unfallfluchtermittler suchen Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben und Hinweise zum weißen Fahrzeug und seinem Fahrer geben können.
Zeugen werden gebeten, sich an die Polizeistation Gießen Nord unter der Telefonnummer 0641/7006-3755 zu wenden.
Gießen: Audi angefahren
In der Hannah-Arendt-Straße fuhr ein Unbekannter am Sonntag (9.6.) gegen das Heck eines geparkten Audis. Der schwarze A 4 parkte zwischen 13.30 Uhr und 14.45 Uhr am Straßenrand. Der Verursacher fuhr einfach davon, ohne sich um den Schaden von etwa 2.500 Euro zu kümmern.
Die Unfallfluchtermittler suchen Zeugen und bitten um Hinweise an die Polizeistation Gießen Nord unter der Telefonnummer 0641/7006-3755.
Pierre Gath
Pressesprecher
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Taschendiebstählen in Hessen für 2021/2022
Die Taschendiebstahlraten in Hessen stiegen zwischen 2021 und 2022 deutlich an. Im Jahr 2021 wurden 3656 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 bereits 5338 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 427 auf 604. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 399 auf 549, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 312 auf 464 und die der weiblichen Verdächtigen von 87 auf 85 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 349 auf 468. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die meisten Taschendiebstähle in Deutschland registriert – 37321 Fälle.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 3.656 | 5.338 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 427 | 604 |
| Anzahl der Verdächtigen | 399 | 549 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 312 | 464 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 87 | 85 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 349 | 468 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Autodiebstählen in Hessen für 2021/2022
Die Autodiebstahlraten in Hessen stiegen zwischen 2021 und 2022 leicht an. Im Jahr 2021 wurden 895 Fälle registriert, wovon 413 gelöst wurden. Es gab insgesamt 435 Verdächtige, darunter 393 Männer und 42 Frauen. 168 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2022 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 1075, wobei 506 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 446, davon 414 Männer und 32 Frauen. 183 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an Autodiebstählen in Deutschland mit 5864 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 895 | 1.075 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 413 | 506 |
| Anzahl der Verdächtigen | 435 | 446 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 393 | 414 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 42 | 32 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 168 | 183 |
Quelle: Bundeskriminalamt








