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Rheinland-Pfalz: Zivilfahnder kontrollieren auf Autobahn – 450 Kilo Buntmetall und Parfüm-Plagiate beschlagnahmt

Zivilfahnder stoppten 48 Fahrzeuge und nahmen 69 Personen unter die Lupe. 12 Ermittlungsverfahren eingeleitet, darunter bandenmäßige Hehlerei und Verstoß gegen Markengesetz.

Foto: Depositphotos

Südhessen (ost)

Während der Kontrollen auf den Autobahnen in Südhessen stoppten verdeckte Ermittler der Polizei aus Südhessen sowie der Polizeipräsidien Mainz, Koblenz und Kaiserslautern am Mittwoch (03.06.) zwischen 10.30 und 18.00 Uhr insgesamt 48 Fahrzeuge und überprüften dabei 69 Personen genauer. Die flächendeckenden Kontrollen zur Bekämpfung von Wohnungseinbruch und anderer Eigentumskriminalität hatten vor allem das Ziel, Straftäter nachhaltig zu verunsichert und Südhessen sowie die angrenzenden Gebiete für die Täter „unattraktiv“ zu machen.

Insgesamt wurden 12 Ermittlungsverfahren eröffnet. Die Bandbreite der Straftaten reichte von organisierter Hehlerei über Betrug, Verstöße gegen das Markengesetz, Urkundenfälschung, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz bis hin zu unerlaubtem Aufenthalt. Zwei kontrollierte Personen wurden von Staatsanwaltschaften gesucht, da gegen sie Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung und Erschleichen von Leistungen liefen. Nachdem ihre aktuellen Wohnadressen ermittelt waren, konnten sie ihre Fahrt fortsetzen.

Um 12.15 Uhr stoppten die Ermittler auf der A 67 bei Gernsheim einen Transporter mit britischem Kennzeichen, in dem drei Männer saßen. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass das Fahrzeug nicht versichert war und keine Steuern für den Transporter bezahlt wurden. Im Laderaum befanden sich etwa 450 Kilogramm Buntmetall in Form von Kupfer, Messing und Stromkabeln. Die Insassen konnten den Ordnungshütern keine plausible Erklärung für die Herkunft des Metalls liefern. Das Trio wurde vorläufig wegen des Verdachts der Hehlerei festgenommen. Weitere Ermittlungen ergaben, dass die Festgenommenen für vier Taten betrügerischer Erlangung von Buntmetall in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg in Frage kamen. Die Ermittlungen hierzu dauern an. Darüber hinaus bestand bei allen der Verdacht des unerlaubten Aufenthalts und der unerlaubten Arbeitsaufnahme in Deutschland. Die Reisepässe wurden eingezogen und die drei Männer mussten sich einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterziehen. Nach Zahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe von mehreren hundert Euro wurden sie wieder freigelassen und erwarten nun entsprechende Ermittlungsverfahren.

Auf der A 5 zwischen Darmstadt und Frankfurt fiel den Ermittlern gegen 12.30 Uhr ein Auto mit mehreren Männern auf. Die Fahnder beobachteten das Fahrzeug, das anschließend im Frankfurter Bahnhofsviertel abgestellt wurde. Dort versuchten die Insassen vergeblich, Passanten Parfümflaschen zu verkaufen. Bei der Kontrolle durch die Polizei stellte sich heraus, dass es sich bei dem angebotenen Parfüm ausschließlich um Plagiate hochwertiger Hersteller handelte. Die Fahnder beschlagnahmten insgesamt 25 Flaschen. Die Verdächtigen erwarten nun Strafverfahren wegen Verstoß gegen das Markengesetz.

Quelle: Presseportal

Einbruchstatistiken in Hessen für 2022/2023

Die Einbruchsraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 4275 Fälle von Einbruchdiebstählen registriert, während es im Jahr 2023 bereits 5206 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 723 im Jahr 2022 auf 840 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 598 relativ konstant, wobei die Mehrheit der Verdächtigen männlich war. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Einbruchsfällen in Deutschland mit 27061 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 4.275 5.206
Anzahl der aufgeklärten Fälle 723 840
Anzahl der Verdächtigen 569 598
Anzahl der männlichen Verdächtigen 498 511
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 71 87
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 275 270

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Autodiebstählen in Hessen für 2022/2023

Die Autodiebstahlraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 1075 Fälle registriert, wovon 506 gelöst wurden. Es gab insgesamt 446 Verdächtige, davon waren 414 männlich und 32 weiblich. 183 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 1118, wobei nur 405 Fälle gelöst werden konnten. Die Anzahl der Verdächtigen lag bei 453, wobei 415 männlich und 38 weiblich waren. 201 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu wurden in Berlin im Jahr 2023 die meisten Autodiebstähle in Deutschland verzeichnet, insgesamt 7781 Fälle.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 1.075 1.118
Anzahl der aufgeklärten Fälle 506 405
Anzahl der Verdächtigen 446 453
Anzahl der männlichen Verdächtigen 414 415
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 32 38
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 183 201

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 aus, was 4,75% aller Unfälle ausmacht. 1.164 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,8% aller Unfälle entspricht. Die restlichen 117.817 Unfälle waren Sachschadensunfälle, was 81,02% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 14.839 Unfälle, was 10,2% entspricht, außerorts (ohne Autobahnen) waren es 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 145.422
Unfälle mit Personenschaden 19.527
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.914
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.164
Übrige Sachschadensunfälle 117.817
Ortslage – innerorts 14.839
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 7.577
Ortslage – auf Autobahnen 3.013
Getötete 188
Schwerverletzte 3.537
Leichtverletzte 21.704

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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