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Riskante Fluchtfahrt durch Wohngebiete und Autobahn: Polizei ermittelt gegen 19-Jährigen

Eine hochriskante Verfolgungsfahrt mit einem leistungsstarken Audi beschäftigt die Polizei. Der Fahrer wird wegen Straßenverkehrsgefährdung und verbotenem Kraftfahrzeugrennen angeklagt.

Foto: Depositphotos

Offenbach / Langen (ost)

Ein angeblich riskantes Verfolgungsrennen durch bewohntes Gebiet beschäftigt die Polizei seit Samstagabend: Ein 19-jähriger Mann wird beschuldigt, sich in einem leistungsstarken Audi einer Kontrolle entzogen zu haben und dabei potenziell andere Verkehrsteilnehmer gefährdet zu haben. Gegen ihn wird wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung sowie eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt.

Zurückblickend: Um 21.35 Uhr bemerkte eine Polizeistreife im Bereich der Offenbacher Bismarckstraße/Waldstraße einen dunkelgrauen Audi RSQ8, der nach Meinung der Beamten mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Die Polizisten entschieden sich daraufhin zu einer Verkehrskontrolle. Als die Streife den Wagen in der Waldstraße auf Höhe der Christian-Pleß-Straße einholte und Anhaltezeichen einschaltete, soll der Fahrer plötzlich gewendet und sich danach mit hoher Geschwindigkeit der Kontrolle entzogen haben.

Nach Angaben der Beamten entwickelte sich dann eine kilometerlange Flucht durch das Stadtgebiet und bis auf die Autobahn 661. Der Fahrer soll dabei mehrere rote Ampeln missachtet, Kreuzungen teilweise ungebremst passiert und innerorts Geschwindigkeiten von über 100 Stundenkilometern erreicht haben – auch in unübersichtlichen Wohnstraßen. Zudem habe der Audi andere Verkehrsteilnehmer durch dichtes Auffahren, riskante Fahrmanöver und gefährliche Überholmanöver unter Druck gesetzt. Mehrfach waren Autofahrer gezwungen zu bremsen oder auszuweichen, um Kollisionen zu vermeiden. Die Route führte unter anderem über Waldstraße, Geleitsstraße, Rathenaustraße und den Taunusring bis auf die Autobahn 661 in südlicher Richtung.

Dort soll der Fahrer mehrmals abrupt und unangekündigt die Fahrspuren gewechselt und andere Fahrzeuge mit nur geringem Abstand überholt haben. Demnach wurden nach Beobachtungen der Streife mehrere Verkehrsteilnehmer durch die riskante Fahrweise und das hohe Tempo gefährdet. Im Bereich der Abfahrt Langen sah die Streife das Fahrzeug erneut. Hier verließ der Audi die Schnellstraße und fuhr unter anderem über die Hans-Kreiling-Allee und die Bahnstraße. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit verloren die Polizisten den Wagen jedoch endgültig aus den Augen an der Friedrichstraße.

Im Zuge der folgenden Ermittlungen konnte der mutmaßliche Fahrer an der Halteradresse identifiziert werden. Der Audi RSQ8 mit etwa 600 PS wurde beschlagnahmt, außerdem nahmen die Beamten den Führerschein und das Mobiltelefon des 19-Jährigen in Gewahrsam.

Die Polizei bittet Zeugen, insbesondere Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrweise des Audi gefährdet wurden oder Beobachtungen entlang der Fahrstrecke gemacht haben, sich beim Polizeirevier Offenbach zu melden (069 8098-5100).

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.164 Fällen registriert, was 0,8% aller Unfälle ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 117.817 Fälle, was 81,02% ausmacht. Innerorts gab es 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen wurden 3.013 Unfälle (2,07%) verzeichnet. Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 145.422
Unfälle mit Personenschaden 19.527
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.914
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.164
Übrige Sachschadensunfälle 117.817
Ortslage – innerorts 14.839
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 7.577
Ortslage – auf Autobahnen 3.013
Getötete 188
Schwerverletzte 3.537
Leichtverletzte 21.704

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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