Betrüger gaben sich als Bankmitarbeiter aus und stahlen 500 EUR von einer Frau. Zeugen gesucht.
Rockenberg: Falsche Bankmitarbeiter in Butzbach

Giessen (ost)
Butzbach: Betrügerische Bankmitarbeiter machen Beute
Am Mittwochnachmittag (10.06.2026) erhielt eine Bewohnerin von Butzbach einen Anruf von Betrügern, die sich als Bankangestellte ausgaben. Sie informierten die Frau über verdächtige Abbuchungen auf ihrem Konto. Um das Geld zurückzubuchen, sollte ein Mitarbeiter zu ihr nach Hause kommen. Dieser benötigte lediglich die Bankkarte und die Geheimzahl. Kurz darauf erschien der Abholer. Nachdem die Frau ihm die Karte und die PIN gegeben hatte, behauptete der falsche Bankmitarbeiter, dass sie bei ihrem letzten Geldabheben Falschgeld erhalten hätte, das er mitnehmen müsse. Er versprach, es in echtes Geld umzutauschen und zurückzubringen. Die Frau übergab ihm daraufhin 500 EUR. Der Unbekannte kehrte jedoch nicht zurück, sondern hob mit der Karte an einem Geldautomaten weitere 500 EUR ab. Der Abholer wurde als etwa 50 Jahre alt, ca. 170 cm groß und kräftig beschrieben. Er hatte kurze dunkle Haare, eine hohe Stirn und einen dunklen Drei-Tage-Bart. Der Mann trug einen schwarzen Pullover und eine Jeans. Wer hat diesen Mann gegen 16:45 Uhr in der Straße „Zum Bahnhof“ in Nieder-Weisel gesehen? Zeugen, die Informationen zum Vorfall oder dem gesuchten Abholer haben, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei in Friedberg (Tel.: 06031 6010) in Verbindung zu setzen. Die Polizei rät, am Telefon keine Auskünfte über Finanzen zu geben – auch nicht gegenüber angeblichen Bankmitarbeitern. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen oder verunsichern, sondern bleiben Sie skeptisch und stellen Sie kritische Fragen. Beenden Sie das Gespräch und rufen Sie selbst bei Ihrer Bank oder im Zweifelsfall der Polizei, auch über Notruf 110, an. Suchen Sie die Telefonnummer Ihrer Bank selbst heraus und lassen Sie sich nicht von Anrufern eine Nummer nennen, unter der Sie angeblich mit deren Vorgesetzten oder einem Berater sprechen können. Banken schicken keine Mitarbeiter, um Ihre Karten abzuholen. Ihre PIN bleibt geheim und geht niemanden außer Ihnen etwas an! Bei Unsicherheit sollten Sie Verwandte, Nachbarn oder Vertrauenspersonen hinzuziehen. Übergeben Sie niemals Geld, Wertsachen oder Bankunterlagen an Fremde. Die Polizei empfiehlt außerdem, Familienmitglieder und Freunde über Betrugsmaschen zu informieren. Weitere Tipps zum Schutz vor Betrug finden Sie unter www.polizei-beratung.de.
Münzenberg: Unfall mit zwei Leichtverletzten und hohem Schaden – Zeugen gesucht
Am Mittwochabend (10.06.2026) ereignete sich gegen 19:55 Uhr auf der A 5 bei Gambach ein Verkehrsunfall. Ein Lkw wollte zwischen der Anschlussstelle Butzbach und dem Gambacher Kreuz von der rechten auf die mittlere Spur wechseln. Ein blauer Kastenwagen auf der mittleren Spur wechselte jedoch vorher auf die linke Spur. Ein herannahender Audi S6 Avant musste abbremsen und nach rechts ausweichen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Dabei kollidierte der Audi mit dem Anhänger des Lkw und wurde unter diesen geschoben. Der 39-jährige Fahrer des Audi aus dem Lahn-Dill-Kreis erlitt leichte Verletzungen, ebenso seine 25-jährige Beifahrerin. Der Audi wurde schwer beschädigt. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit. Der Sachschaden wird auf 55.000 EUR geschätzt. Der blaue Kastenwagen, möglicherweise ein Mercedes, setzte seine Fahrt fort. Die Polizeiautobahnstation in Butzbach bittet Zeugen des Unfalls und Personen, die Informationen zu dem blauen Kastenwagen haben, sich unter 06033 7043-5010 zu melden.
Rockenberg: Geld aus unverschlossenem Auto gestohlen – Polizei gibt Tipps zum besseren Schutz
Ein Unbekannter stahl Münzgeld im Wert von etwa zehn Euro zwischen Dienstag (09.06.2026), 17:00 Uhr und Mittwoch (10.06.2026), 07:05 Uhr in Oppershofen. Der Dieb nutzte aus, dass ein grauer Ford Fusion unverschlossen in der Tannenbergstraße abgestellt war. Er durchsuchte das Fahrzeug und wurde fündig. Hinweise nimmt die Polizei in Butzbach unter Tel.: 06033 70430 entgegen. Die Polizei empfiehlt, beim Verlassen des Autos immer zu überprüfen, ob es wirklich verschlossen ist. Diese kurze Kontrolle kann bereits helfen, Diebstahl zu verhindern. Manche Täter überprüfen in ganzen Straßenzügen, ob Autos verschlossen sind, indem sie an Türgriffen ziehen. Sind die Autos verriegelt, gehen sie weiter. Sind sie unverschlossen, durchsuchen sie die Fahrzeuge. In der Vergangenheit wurden auch Gegenstände gestohlen, die für die Täter keinen Wert haben, vom Eigentümer aber benötigt werden – wie der Fahrzeugschein. Der Aufwand, einen neuen Fahrzeugschein zu beantragen, hätte durch Abschließen vermieden werden können. Wertgegenstände sollten generell nicht im Auto gelassen werden. Sichtbare Gegenstände, selbst Münzgeld in der Mittelkonsole, können Diebe anlocken. Verschließen Sie Ihr Auto und verringern Sie so die Chancen für Diebe.
Tobias Schwarz, Pressesprecher
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Autodiebstählen in Hessen für 2022/2023
Die Autodiebstahlraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 1075 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 1118 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ist jedoch von 506 im Jahr 2022 auf 405 im Jahr 2023 gesunken. Die Anzahl der Verdächtigen ist ebenfalls gestiegen, von 446 im Jahr 2022 auf 453 im Jahr 2023. Davon waren 414 männliche Verdächtige und 32 weibliche Verdächtige im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 415 männliche Verdächtige und 38 weibliche Verdächtige waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 183 im Jahr 2022 auf 201 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Autodiebstählen in Deutschland mit 7781 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 1.075 | 1.118 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 506 | 405 |
| Anzahl der Verdächtigen | 446 | 453 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 414 | 415 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 32 | 38 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 183 | 201 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.164 Fällen registriert, was 0,8% aller Unfälle ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 117.817 Fälle, was 81,02% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 145.422 |
| Unfälle mit Personenschaden | 19.527 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 6.914 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.164 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 117.817 |
| Ortslage – innerorts | 14.839 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 7.577 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.013 |
| Getötete | 188 |
| Schwerverletzte | 3.537 |
| Leichtverletzte | 21.704 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








