Eine 87-jährige Frau wurde von Betrügern überlistet, die sich als Polizisten ausgaben und sie dazu brachten, ihre Wertsachen an Unbekannte zu übergeben. Die Kriminalpolizei bittet um Zeugenhinweise.
Rödermark: Falsche Polizisten erbeuten Schmuck und Bargeld

Rödermark / Urberach (ost)
Am Freitagmittag wurde eine 87-jährige Frau aus Rödermark von einem Festnetztelefon angerufen. Am anderen Ende der Leitung war ein angeblicher Polizist des Betrugsdezernats. Er überzeugte die Rentnerin in mehreren Telefonaten, bei der Festnahme von zwei Räubern zu helfen. Während der langen Gespräche mit verschiedenen Betrügern wurde die Dame dazu gebracht, ihr Bargeld und ihren Schmuck in eine blaue Stofftasche zu legen. Gegen 13.45 Uhr fuhr sie dann gemäß den Anweisungen der Gauner in ihrem Auto zu einem Aldi-Markt in der Ober-Rodener Straße in Urberach. Dort legte die Seniorin die Tasche mit den Wertgegenständen im Wert von mehreren zehntausend Euro auf die Autoreifen ihres blauen Jaguars. Als sie in den Laden ging, um den angeblichen Polizeibeamten zu treffen, stellte sie fest, dass die Tasche mit ihrem Geld und Schmuck bereits von den Unbekannten mitgenommen worden war.
Die Polizei sucht nun nach den Tätern und bittet unter der Rufnummer 059 8098-1234 um Zeugenhinweise.
In diesem Zusammenhang empfiehlt die Kripo erneut:
Weitere Informationen, wie man sich vor Trickbetrug und anderen Straftaten schützen kann, finden Sie im Internet unter www.polizei-beratung.de oder bei der sicherheitstechnischen und verhaltensorientierten Prävention des Polizeipräsidiums Südosthessen unter der Rufnummer 069 8098-2424.
Offenbach, 25.04.2025, Pressestelle, Claudia Benneckenstein
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Hessen für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Deutschland, insbesondere in der Region Hessen, sind zwischen 2022 und 2023 gestiegen. Im Jahr 2022 wurden in Hessen 9798 Fälle von Cyberkriminalität registriert, wobei 3961 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 2653, darunter 1806 Männer, 847 Frauen und 851 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle in Hessen auf 10106, wobei 4224 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 2828, wobei 1918 Männer, 910 Frauen und 915 nicht-deutsche Verdächtige erfasst wurden. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 9.798 | 10.106 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 3.961 | 4.224 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.653 | 2.828 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.806 | 1.918 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 847 | 910 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 851 | 915 |
Quelle: Bundeskriminalamt








