Polizei gibt Verhaltenstipps. Die Anzahl der Straftaten steigt, besonders ältere Menschen sind betroffen. Schließen Sie Fahrzeuge ab und seien Sie wachsam.
Rödermark: Häufung von Eigentums- und Vermögensdelikten rund um Einkaufszentrum

Rödermark (ost)
(lei) „Schließen Sie Ihr Fahrzeug stets ab – auch wenn Sie es nur für wenige Sekunden verlassen.“ Mit dieser Botschaft richtet sich die Polizei an Besucherinnen und Besucher eines Einkaufszentrums in der Ober-Rodener Straße. Anlass ist eine Zunahme von Eigentums- und Vermögensdelikten auf dem Parkplatz und in den angrenzenden Einzelhandelsgeschäften. Immer wieder nutzen Täter kurze Momente der Unachtsamkeit aus, um etwa Wertsachen zu entwenden – häufig mit Erfolg.
Während im gesamten Jahr 2025 im dortigen Bereich insgesamt 28 Straftaten registriert wurden, erfasste die Polizei bereits über 20 Fälle in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres. Betroffen sind neben Betrugsdelikten im Zusammenhang mit Zahlungskarten insbesondere Diebstähle aus Kraftfahrzeugen sowie Taschendiebstähle.
Die Vorgehensweisen der Kriminellen sind dabei unterschiedlich, verfolgen jedoch stets dasselbe Ziel: Sie nutzen günstige Tatgelegenheiten. So wurden Geschädigte in mehreren Fällen auf dem Parkplatz gezielt angesprochen und in ein Gespräch verwickelt.
Während sie abgelenkt waren, entwendeten Unbekannte Wertgegenstände aus den unverschlossenen Fahrzeugen. In anderen Fällen genügte den Tätern bereits der kurze Moment, in dem Fahrzeugführer ihren Einkaufswagen zurückbrachten und ihr Auto unverschlossen oder mit geöffneter Tür zurückließen. Ins Visier gerieten dabei vor allem Geldbörsen, Handtaschen und weitere Wertgegenstände.
Auffällig ist, dass knapp die Hälfte der im laufenden Jahr registrierten Straftaten ältere Menschen betraf. Sämtliche bekannt gewordenen Delikte wurden vollendet. Ein konkreter Zusammenhang zwischen den einzelnen Taten lässt sich derzeit nicht erkennen.
In jüngster Vergangenheit führten Polizeibeamtinnen und -beamte an mehreren Tagen, insbesondere bei warmen Temperaturen und entsprechend hohem Besucheraufkommen, auch Kontrollen in ziviler Kleidung im Bereich des Einkaufszentrums durch. Dabei stand neben der Erkennung möglicher Tatverdächtiger vor allem die Prävention im Vordergrund. Die Beamtinnen und Beamten suchten das Gespräch mit Besucherinnen und Besuchern, sensibilisierten für mögliche Tatgelegenheiten und gaben Hinweise, wie man sich wirksam vor Diebstählen schützen kann.
Die Polizei appelliert darüber hinaus an alle Besucherinnen und Besucher:
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Taschendiebstählen in Hessen für 2022/2023
Die Taschendiebstahlraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 5338 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 6038 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 604 im Jahr 2022 auf 649 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 549 im Jahr 2022 und 574 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren 464 männlich und 85 weiblich im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 473 männliche und 101 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 468 im Jahr 2022 auf 495 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von registrierten Taschendiebstählen in Deutschland mit 39519 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 5.338 | 6.038 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 604 | 649 |
| Anzahl der Verdächtigen | 549 | 574 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 464 | 473 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 85 | 101 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 468 | 495 |
Quelle: Bundeskriminalamt








