Eine betrunkene Autofahrerin verursachte einen Unfall in Kassel, flüchtete und wurde später wegen lautem Streit festgenommen.
Rothenditmold: Autofahrerin beschädigt Autos und Laterne beim Ausparken vor Kneipe

Kassel (ost)
Kassel:
In der vergangenen Nacht geriet eine 46-jährige Frau nach einem lauten Streit mit einem Bekannten in Schwierigkeiten. Zuvor hatte sie betrunken einen Unfall in der Wolfhager Straße in Kassel verursacht und war mit ihrem Auto davongefahren. Augenzeugen informierten die Polizei über den Unfall, der sich gegen 22:20 Uhr im Stadtteil Rothenditmold ereignet hatte. Die Autofahrerin war zuvor aus einer Kneipe gekommen und versuchte, mit ihrem Fiat auszuparken. Dabei stieß sie zuerst vorwärts gegen einen geparkten BMW, dann gegen eine Straßenlaterne im Rückwärtsgang. Anschließend fuhr sie rückwärts auf die Wolfhager Straße und kollidierte mit einem geparkten Audi. Ohne sich um die Schäden zu kümmern, fuhr sie einfach weg. Die Polizei startete eine Fahndung nach der flüchtigen Unfallverursacherin, konnte den Wagen jedoch zunächst nicht finden.
Die besorgte Anwohnerin des Philippinenhöfer Wegs meldete schließlich eine Stunde später einen lauten Streit in der Nachbarschaft. Die Polizei traf am Ort des Geschehens auf den beschädigten Fiat und die stark alkoholisierte und unter Drogeneinfluss stehende 46-Jährige, die zu ihrem Bekannten gefahren war und dort in Streit geraten war. Da der Streit immer lauter wurde und zu eskalieren drohte, rief die Nachbarin die Polizei. Ein Atemalkoholtest bei der 46-jährigen Frau aus Kassel, die keinen Führerschein besitzt, ergab 1,7 Promille. Ein Arzt entnahm ihr eine Blutprobe. Sie wird nun wegen Verkehrsunfallflucht, Gefährdung des Straßenverkehrs und Fahrens ohne Fahrerlaubnis angeklagt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2022
Im Jahr 2022 gab es in Hessen insgesamt 136.931 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.155 Unfälle mit Personenschaden, was 13,99% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.406 Fälle aus, was 4,68% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.202 Fällen registriert, was 0,88% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 110.168 Fälle, was 80,46% aller Unfälle entspricht. Bezüglich der Ortslage ereigneten sich 90.136 Unfälle innerorts (65,83%), 32.117 außerorts (ohne Autobahnen) (23,45%) und 14.678 auf Autobahnen (10,72%). Die Anzahl der Getöteten betrug 208, die Schwerverletzten 3.878 und die Leichtverletzten 20.881.
| 2022 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 136.931 |
| Unfälle mit Personenschaden | 19.155 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 6.406 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.202 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 110.168 |
| Ortslage – innerorts | 90.136 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 32.117 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 14.678 |
| Getötete | 208 |
| Schwerverletzte | 3.878 |
| Leichtverletzte | 20.881 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








