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Rüdesheim am Rhein: Feuerwehr zieht Bilanz

Steigerung an Brandeinsätzen fordert mehr Verletzte. Die Floriansjünger waren trotz rückläufiger Zahlen häufig gefordert, mit 322 Alarmierungen und 5.646 einsatzbedingten Personalstunden im vergangenen Jahr.

Gemeinsame Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Rüdesheim am Rhein am 24.04.2026 (Bildnachweis: Feuerwehr Rüdesheim am Rhein)
Foto: Presseportal.de

Rüdesheim am Rhein (ost)

Bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung im vollbesetzten Theatersaal des St. Vincenzstiftes zog die Feuerwehr Bilanz über das vergangene Jahr. Trotz stabiler Personalsituation mit 152 Mitwirkenden im Einsatzdienst durch Neueintritte und Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr konnten zusätzliche Verfügbarkeiten durch das Freiwillige Soziale Jahr, die „Zweitfeuerwehr“ und eine Jahrespraktikantin der Stadtverwaltung geschaffen werden.

Auch die stadtweit vorgehaltenen Kindergruppen verzeichneten Zuwachs, sodass die Kinder- und Jugendfeuerwehr mittlerweile über 90 Nachwuchskräfte zählt. Es wird jedoch eine Herausforderung für die Stadt Rüdesheim am Rhein sein, die Attraktivität des Ehrenamtes im Brand- und Katastrophenschutz aufrechtzuerhalten und Rahmenbedingungen zu schaffen, die zukünftiges Engagement ermöglichen.

Im vergangenen Jahr wurden die Florianjünger trotz rückläufiger Zahlen mit 322 Alarmierungen häufig beansprucht. Die Anzahl zeit- und personalintensiver Brandeinsätze (88) führte zu einer leichten Steigerung auf 5.646 einsatzbedingte Personalstunden. Weitere 736 Stunden wurden für Dienstleistungen, Brandsicherheitsdienste und Veranstaltungen zur Brandschutzerziehung erbracht. Alle 1,8 Tage führte ein Schadensfall innerhalb der Stadt Rüdesheim am Rhein zur Alarmierung der Feuerwehr. Stadtteilfeuerwehren rückten 91 Mal zur gegenseitigen Ergänzung und 31 Mal zur Unterstützung kreisangehöriger Städte und Gemeinden aus. Von den 70 geretteten Personen im vergangenen Jahr waren 46 offensichtlich verletzt. Drei Personen waren entweder bereits verstorben oder erlagen vor Ort ihren Verletzungen oder Krankheiten. Aufgrund ausbleibender Hochwasser- und Wetterereignisse reduzierten sich technische Hilfeleistungen auf 167 Fälle (2024: 252), während die Anzahl der Fehlalarme (67) gegenüber dem Vorjahr fast halbiert werden konnte. Weitere 37 Leistungen wurden im Rahmen von Baugenehmigungsverfahren, Gefahrenverhütungsschauen, Brandsicherheitsdiensten oder Veranstaltungen zur Brandschutzerziehung und -aufklärung in Kindergärten, Schulen und sonderpädagogischen Einrichtungen erbracht.

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 23.408 ehrenamtliche Personalstunden für den Betrieb der Feuerwehr benötigt. Eine spürbare Entlastung brachte das Sachgebiet Brand-, Katastrophen- und Bevölkerungsschutz im Ordnungsamt.

In ihrem Jahresbericht bedankte sich die ausscheidende Stadtjugendfeuerwehrwartin Michaela Zimmer für die Unterstützung während ihrer Amtszeit und die gute Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen. Stadtkindergruppenleiterin Anouk Salize wies mehr als 1.000 Stunden in den Kindergruppen nach. Mit den durchgeführten Neuwahlen übernahmen Eva Peisker als Stadtjugendfeuerwehrwartin und Anna-Maria Thewes als Stellvertreterin. Sarah Söhn wurde zur Stadtkindergruppenleiterin gewählt.

Der gemeinsame Jahresbericht von Stadtbrandinspektor Björn Rosenbach und Stellvertreter Tobias Zöller ließ das vergangene Jahr Revue passieren und gab Einblicke in aktuelle Beschaffungen und Projekte. Es folgten zahlreiche Ehrungen, Beförderungen und die Ausgabe der Anerkennungsprämie des Landes Hessen durch Bürgermeister Dirk Stuckert und den stellvertretenden Kreisbrandinspektor Reiner Oswald.

Die Versammlung bedankte sich bei Hans-Joachim Pfeiffer mit einem Präsentkorb für die stadtweite Lehrgangsverwaltung. Der ehemalige Bürgermeister Klaus Zapp wurde in Anwesenheit der Einsatzkräfte verabschiedet und für seine Unterstützung während seiner Amtszeit und sein Vertrauen in die Entscheidungen der Feuerwehr gedankt.

Quelle: Presseportal

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