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São Paulo: Flughafenzoll entdeckt Drogenkurier mit 760 Gramm Kokain im Magen

Am 11. Mai wurde ein Drogenkurier aus Brasilien mit Kokain im Magen festgenommen. Im ersten Halbjahr 2025 wurden bereits 436 Kilogramm Kokain sichergestellt.

Cannabis in Cornflakes
Foto: Presseportal.de

Frankfurt am Main (ost)

Am 11. Mai kontrollierten zivile Kräfte des Zolls Reisende sowie deren Handgepäck im Transitbereich des Frankfurter Flughafens. Bei einem Reisenden aus Sao Paulo / Brasilien wurde, nachdem sich einige Verdachtsmomente auf den Besitz von Rauschgift ergaben, ein Drogenwischtest auf Kokain an den Händen des Brasilianers durchgeführt. Dieser Test reagierte positiv. Die anschließende Kontrolle des Reisekoffers ergab jedoch keinen Drogenfund. Ein daraufhin durchgeführter Urintest bestätigte wiederum den Kontakt des 24-jährigen Mannes mit Kokain. Die Zollbeamten brachten den Mann zu einer medizinischen Untersuchung in ein Krankenhaus. Hier wurden 60 Drogenbehältnisse mit einer Gesamtmenge von 760 Gramm Kokain in seinem Magen-Darm-Trakt festgestellt, und der Mann daraufhin vorläufig festgenommen. Das Zollfahndungsamt Frankfurt am Main führt hier die weiteren Ermittlungen.

Der Zoll am Frankfurter Flughafen machte hinsichtlich aller Drogenarten bereits im ersten Halbjahr 2025 zahlreiche Feststellungen. In insgesamt 3.524 Fällen im Fracht-, Post- und Reiseverkehr wurden bereits 436 Kilogramm Kokain, 5.080 Kilogramm Haschisch und Marihuana, 3.153 Kilogramm Khat, fast 500 Kilogramm betäubungsmittelhaltige Tabletten (z.B. Ecstasy, Amphetamine, Opioide) sowie 197 Kilogramm Stoffe nach dem NpSG (Neue psychoaktive Substanzen, z.B. Ketamin) durch den Zoll am Flughafen aus dem Verkehr gezogen.

Christine Straß, Pressesprecherin beim Hauptzollamt Frankfurt am Main: „Es gibt immer mehrere Aspekte, warum Aufgriffsmengen schwanken können. Denkbar sind auch z.B. besondere Erntezeiten in den Herkunftsländern, veränderte Schmuggelrouten oder auch sogenannte Testlieferungen und angepasste Kontrollstrategien, besonders an Flughäfen.“ Im ersten Halbjahr wurden bereits 60 Reisende wegen des Verdachtes des Rauschgiftschmuggels vorläufig festgenommen. So wurden zum Beispiel im Reiseverkehr fast 2.300 Kilogramm Cannabisprodukte allein in den Koffern der Reisenden vom Zoll entdeckt, oft waren diese auch gut versteckt. Bei der Kontrolle des Gepäcks eines bulgarischen Staatsangehörigen am Abfluggate fand eine Zivilstreife des Zolls insgesamt 110 Gramm Cannabisharz, 3.300 Gramm Cannabiskraut sowie 12 Gramm Kokain in zwei großen Cornflakespackungen. Die Ermittlungen in vielen dieser Fälle führt das Hauptzollamt Frankfurt am Main in eigener Zuständigkeit.

Das Hauptzollamt Frankfurt am Main ist zertifizierter Arbeitgeber nach dem audit „berufundfamilie“. Wir bieten Ausbildungsplätze an. Näheres unter www.zoll.de – Beruf und Karriere.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023

Die Drogenraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 24363 Fälle aufgezeichnet, während es im Jahr 2023 bereits 26518 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 auf 23101. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 relativ konstant. Unter den Verdächtigen waren 17106 Männer und 2027 Frauen. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 6494 auf 7004. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten aufgezeichneten Drogenfälle in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 24.363 26.518
Anzahl der aufgeklärten Fälle 22.378 23.101
Anzahl der Verdächtigen 19.168 19.133
Anzahl der männlichen Verdächtigen 17.079 17.106
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.089 2.027
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 6.494 7.004

Quelle: Bundeskriminalamt

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