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Sauerland: Schwerverkehrskontrolle auf der B236

Beamte entdecken gefährliche Mängel bei Holztransportern. Kontrolle am 18. März 2026 zwischen Münchhausen und Berghofen.

Holztransporter
Foto: Presseportal.de

Giessen (ost)

(tp) Während einer Überprüfung des gewerblichen Güterverkehrs mit Fokus auf Langholztransportern am 18. März 2026 wurden von den Beamten der regionalen Verkehrsdienste Marburg-Biedenkopf und Lahn-Dill insgesamt 25 Verstöße gegen die Verkehrs- und Sicherheitsvorschriften festgestellt. Die Kontrollen fanden auf der Bundesstraße 236 zwischen Münchhausen und Berghofen in der Gemarkung Münchhausen statt. Diese Straße ist eine wichtige Verbindung zwischen dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und der holzverarbeitenden Industrie im angrenzenden Sauerland (Nordrhein-Westfalen).

Während der Kontrollperiode wurden insgesamt 27 Transporter einer umfassenden Überprüfung unterzogen, bei der technische, rechtliche und sicherheitsrelevante Aspekte überprüft wurden. Neben schwerwiegenden Verstößen bei der Ladungssicherung wurden auch Verstöße gegen die zulässige Höchstgeschwindigkeit festgestellt. Darüber hinaus wurden drei Fälle von Überladung entdeckt, wobei einer besonders schwerwiegend war. Bei einem Holztransporter wurde eine Überladung von 8,66 Tonnen festgestellt, die Weiterfahrt wurde sofort untersagt und ein Verfallverfahren gegen den Halter eingeleitet. Dieser muss nun mit einer Strafe von etwa 1.500 Euro rechnen. Nachdem der Fahrer sieben Holzstämme abgeladen hatte, durfte er seine Fahrt fortsetzen.

Zusätzlich wurden neun Verstöße gegen die Sozialvorschriften im Straßenverkehr festgestellt. Ein Holztransportfahrer hatte die vorgeschriebenen Ruhe- und Lenkzeiten nicht eingehalten, die Länderkennung nicht regelmäßig gesetzt und die Auslesefrist des Kontrollgeräts weit überschritten. Diese Art von Verstößen gefährdet die Verkehrssicherheit erheblich und wird daher mit hohen Geldstrafen geahndet. Der LKW-Fahrer muss nun mit einem Bußgeld in Höhe von 2.745 Euro rechnen, und auch der Halter des Fahrzeugs wird mit einer Geldstrafe von 2.250 Euro belegt.

Außerdem bemerkten die Polizisten ein Auto auf einem öffentlichen Parkplatz ohne gültige Zulassung und Versicherung. Der Fahrzeughalter muss sich nun wegen eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz verantworten.

Friederike Morello, Pressesprecherin

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Hessen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 145.422 Unfälle. Davon entfallen 19.527 Unfälle auf Personenschäden, was 13,43% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 6.914 Fälle aus, was 4,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel betragen 1.164, was 0,8% ausmacht. Der Großteil der Unfälle, nämlich 117.817, sind Übrige Sachschadensunfälle, was 81,02% entspricht. In der Ortslage innerorts gab es 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Die Anzahl der Getöteten beträgt 188, Schwerverletzte 3.537 und Leichtverletzte 21.704.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 145.422
Unfälle mit Personenschaden 19.527
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.914
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.164
Übrige Sachschadensunfälle 117.817
Ortslage – innerorts 14.839
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 7.577
Ortslage – auf Autobahnen 3.013
Getötete 188
Schwerverletzte 3.537
Leichtverletzte 21.704

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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