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Schlag gegen Drogenhandel: Zwei Männer in Haft

Zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft, Drogen im Wert von 600.000 Euro sichergestellt. Festnahmen und Durchsuchungen in Volkmarsen.

Foto: Depositphotos

Kassel (ost)

Gemeinsame Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft Kassel und des Polizeipräsidiums Nordhessen

Volkmarsen (Landkreis Waldeck-Frankenberg):

In einem langwierigen Ermittlungsverfahren des Kommissariats 34 der Kasseler Kripo und der Staatsanwaltschaft Kassel gegen den organisierten Drogenhandel gab es am vergangenen Dienstag und Mittwoch mehrere Festnahmen und umfangreiche Durchsuchungen in Volkmarsen (Landkreis Waldeck-Frankenberg). Zwei Verdächtige befinden sich bereits in Untersuchungshaft. Die sichergestellten Drogen und Materialien zur Herstellung von Betäubungsmitteln haben einen Gesamtwert von rund 600.000 Euro.

Die intensiven und umfangreichen Ermittlungen richteten sich zunächst gegen einen 36-jährigen türkischen Staatsbürger aus Volkmarsen, der im Verdacht steht, einen regen Handel mit Marihuana und Kokain betrieben zu haben, sowie einen 67-jährigen deutschen Staatsbürger, der angeblich als Fahrer bei den Drogengeschäften fungierte. Am Dienstagnachmittag wurde der Kurier dann auf einem Parkplatz in Eschweiler (Nordrhein-Westfalen) von Beamten der Bundespolizei und Zivilfahndern des Polizeipräsidiums Nordhessen festgenommen. Gleichzeitig erfolgte die Festnahme des 36-jährigen mutmaßlichen Drogenhändlers in einem Wohnhaus in Volkmarsen. In dem Kurierfahrzeug fanden die Beamten über 26 Kilogramm Marihuana und beschlagnahmten ein verbotenes Messer. In dem Wohnhaus in Volkmarsen konnten die Ermittler neben verschiedenen Utensilien zur Drogenherstellung über 14 Kilogramm Cannabis und 50 Gramm Kokain sicherstellen. Die beiden Männer wurden am Mittwoch auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kassel einem Haftrichter vorgeführt, der die Untersuchungshaft anordnete, und befinden sich nun in einer Justizvollzugsanstalt.

Im Rahmen der Durchsuchungen geriet dann ein weiterer mutmaßlicher Drogenhändler ins Visier der Ermittler. Gegen ihn besteht der anfängliche Verdacht, dass der 38-jährige deutsche Staatsbürger ebenfalls große Mengen Betäubungsmittel in seiner Wohnung in Volkmarsen aufbewahrte, weshalb ein Richter auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kassel am vergangenen Mittwoch auch in diesem Fall einen Durchsuchungsbeschluss erließ. Mehrere Kilogramm verschiedenster Betäubungsmittel wie Amphetamine, Ecstasy, Kokain und Cannabis sowie große Mengen an Chemikalien zur Drogenherstellung zeigten, dass die Ermittler auf der richtigen Spur waren. Neben den Betäubungsmitteln wurden außerdem ein Sportbogen und mehrere Mobiltelefone sichergestellt. Der 38-Jährige wurde vorübergehend festgenommen, jedoch konnte die zuständige Haftrichterin keinen dringenden Tatverdacht feststellen, weshalb sie entschied, den 38-Jährigen wieder auf freien Fuß zu setzen. Die weiteren Ermittlungen wegen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge dauern an.

Daniel Kalus-Nitzbon, Pressesprecher Polizeipräsidium Nordhessen, Tel.: 0561-910 1021

Andreas Thöne, Pressesprecher Staatsanwaltschaft Kassel, Tel. 0561-912 2653

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023

Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Anstieg der registrierten Fälle von 24363 im Jahr 2022 auf 26518 im Jahr 2023. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 auf 23101. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 relativ konstant, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 17079 auf 17106 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2089 auf 2027 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen erhöhte sich von 6494 auf 7004. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 24.363 26.518
Anzahl der aufgeklärten Fälle 22.378 23.101
Anzahl der Verdächtigen 19.168 19.133
Anzahl der männlichen Verdächtigen 17.079 17.106
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.089 2.027
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 6.494 7.004

Quelle: Bundeskriminalamt

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