Erneut Ermittlungen gegen 63-Jährigen. Mann fährt mit E-Scooter zur Polizei, positiver Kokain-Test führt zu weiteren Ermittlungen.
Schlüchtern: Führerscheinabgabe ging nach hinten los

Schlüchtern (ost)
(lei) Ursprünglich wollte ein 63-Jähriger am Freitagnachmittag alles richtig machen: Auf Empfehlung seines Anwalts plante er, seinen Führerschein bei der Polizeistation in Schlüchtern abzugeben. Offenbar hatte er selbst erkannt, dass es vielleicht besser wäre, eine Pause vom Autofahren einzulegen.
Den Weg zur Polizei legte der Mann jedoch auf alternative Weise zurück: Er fuhr einfach mit seinem E-Scooter zur Dienststelle, stellte ihn direkt vor der videoüberwachten Eingangstür ab und betrat das Gebäude.
Bis hierhin alles vernünftig. Doch der aufmerksame Blick der Beamten machte alles komplizierter. Während eines Gesprächs entstand der Verdacht, dass der 63-Jährige möglicherweise erneut unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand.
Im weiteren Gespräch gestand der Mann, in der Vergangenheit ein Suchtproblem mit Kokain gehabt zu haben. Interessanterweise war der 63-Jährige bereits vor einigen Wochen mit einem Auto kontrolliert worden – damals unter dem Einfluss von Kokain und Alkohol. Ein durchgeführter Urintest bestätigte nun den Verdacht: Der Test reagierte positiv auf Kokain. Nach der Belehrung als Beschuldigter gab der Mann außerdem zu, kurz zuvor Kokain konsumiert zu haben.
Somit verlief der gut gemeinte Besuch bei der Polizei offensichtlich anders als geplant. Es folgten eine Blutentnahme, die erkennungsdienstliche Behandlung und die Einleitung eines weiteren Strafverfahrens.
Und auch die weitere Nutzung des E-Scooters wurde vorerst untersagt: Die Beamten verboten dem Mann die Weiterfahrt.
Der Führerschein blieb also tatsächlich bei der Polizei – jedoch dürfte der 63-Jährige mit seinem Besuch mehr erreicht haben, als er sich ursprünglich vorgenommen hatte.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Anstieg der aufgezeichneten Fälle von 24363 auf 26518. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg von 22378 auf 23101. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 konstant, wobei der Anteil männlicher Verdächtiger von 17079 auf 17106 stieg und der Anteil weiblicher Verdächtiger von 2089 auf 2027 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 6494 auf 7004. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% entspricht. 1.164 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,8% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen 117.817 Unfälle waren Sachschadensunfälle, was 81,02% aller Unfälle entspricht. In innerorts gelegenen Ortslagen gab es 14.839 Unfälle, was 10,2% aller Unfälle ausmacht. Außerorts, aber ohne Autobahnen, gab es 7.577 Unfälle, was 5,21% entspricht. Auf Autobahnen ereigneten sich 3.013 Unfälle, was 2,07% aller Unfälle ausmacht. Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 145.422 |
| Unfälle mit Personenschaden | 19.527 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 6.914 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.164 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 117.817 |
| Ortslage – innerorts | 14.839 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 7.577 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.013 |
| Getötete | 188 |
| Schwerverletzte | 3.537 |
| Leichtverletzte | 21.704 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








