Dank des aufmerksamen Handelns eines Taxifahrers konnte ein Schockanruf verhindert werden. Die Seniorin sollte 70.000 Euro abheben, um angeblich ihren Sohn aus der Polizeihaft zu befreien.
Schockanruf: Taxi-Fahrer vereitelt Geldübergabe

Neu-Isenburg (ost)
Dank der aufmerksamen Handlung eines Taxifahrers konnte am Mittwochnachmittag ein sogenannter Schockanruf vereitelt werden. Der Fahrer erhielt den Auftrag, eine ältere Dame aus Neu-Isenburg nach Frankfurt zu bringen, ohne dass ihm ein bestimmtes Ziel genannt wurde.
Als er die Frau an ihrer Wohnung abholte und fragte, wohin es gehen sollte, erklärte sie, dass sie in Frankfurt bei einer Bank 70.000 Euro in bar abheben müsse. Ihr Sohn habe angeblich etwas Schlimmes getan und sei jetzt bei der Polizei. Der Taxifahrer erkannte sofort, was los war, klärte die ältere Dame auf und informierte sofort die Polizei. Diese ermittelt nun wegen versuchten Betrugs. Unbekannte hatten die ältere Frau kurz zuvor telefonisch kontaktiert und versucht, sie mit der bekannten Masche zur Übergabe von Bargeld zu bewegen. Das „Schlimme“ war in diesem Fall wieder einmal der Vorwand eines angeblichen Verkehrsunfalls, bei dem der Sohn der Frau angeblich eine Person getötet haben soll. Um ihn freizulassen, müsse sie nun den Betrag als Kaution für ihn hinterlegen.
Diese Geschichte entsprach jedoch nicht der Wahrheit. Der tatsächliche Sohn der älteren Dame bestätigte später, dass er weder bei der Polizei war noch in einen Unfall verwickelt war. Die Umsicht des Taxifahrers bewahrte die Rentnerin letztendlich vor erheblichem finanziellen Schaden.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, bei entsprechenden Anrufen misstrauisch zu sein, keine Angaben zu finanziellen Verhältnissen zu machen und sich im Zweifelsfall sofort an die Polizei zu wenden.
Quelle: Presseportal








