Mit einer dreisten Masche erbeuteten Betrüger 80.000 Euro von einer Seniorin, die damit die angeblich drohende Untersuchungshaft ihres Sohnes verhindern wollte.
Schwalheim: Falsche Polizisten erbeuten 80.000 Euro – Schockanrufer in Bad Nauheim

Friedberg (ost)
Bad Nauheim – Schwalheim: Betrüger erbeuten 80.000 Euro –
Mit einer Abwandlung der “Falsche Polizeibeamte” Masche haben gestern dreiste Betrüger einer älteren Frau aus Bad Nauheim Gold und Schmuck gestohlen. Die Seniorin wollte angeblich die drohende Untersuchungshaft ihres Sohnes verhindern.
Am Morgen rief ein falscher Polizist aus Berlin auf dem Festnetz an. Der Betrüger behauptete, der Sohn habe in Berlin einen Unfall verursacht, bei dem eine schwangere Frau ums Leben kam. Um die Untersuchungshaft zu verhindern, sollte eine Kaution von knapp 30.000 Euro gezahlt werden. Da das Opfer nicht genug Bargeld hatte, stimmte der falsche Polizist zu, den Gegenwert in Gold und Schmuck beim Amtsgericht in Friedberg zu hinterlegen. Später stieg die Kaution auf 70.000 Euro. Der Anrufer hielt das Opfer stundenlang in Gespräch und übte Druck aus. Um zu vermeiden, dass die Seniorin persönlich zum Amtsgericht gehen musste, schickte der Betrüger schließlich einen Kurier zu ihrem Haus. Dieser kam gegen 14.30 Uhr am Haus an und nahm Gold und Schmuck im Wert von etwa 80.000 Euro entgegen.
Der Kurier war zwischen Mitte und Ende 20 Jahre alt, ungefähr 190 cm groß, mit blonden lockigen Haaren, blauen Augen und trug einen Anorak und eine Jeans.
Zeugen, die gestern Nachmittag gegen 14.30 Uhr in Schwalheim den Kurier beobachtet haben oder die sonstige verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen haben, werden gebeten, sich unter Tel.: (06031) 6010 mit der Polizeistation in Friedberg in Verbindung zu setzen.
Um den Betrügern das Handwerk zu legen, bittet die Polizei um Unterstützung. Sprechen Sie mit älteren Verwandten über die Betrugsmaschen. Bieten Sie sich als Ansprechpartner an. Zeigen Sie ihnen, dass sie jederzeit die Polizei unter der Nummer 110 um Hilfe bitten können.
Um nicht Opfer von Betrug zu werden, gibt die Polizei folgende Ratschläge:
Nidda: Abgedrängt / Zeugen nach Unfallflucht gesucht –
Nach einer Unfallflucht am Dienstagmorgen auf der Landstraße zwischen Glashütten und Nidda bittet die Polizei um Mithilfe. Insbesondere die Insassen eines roten Ford Fiesta werden gebeten, sich als Zeugen zu melden. Gegen 06.45 Uhr war ein 56-Jähriger in seinem blauen Ford Focus in Richtung Nidda unterwegs. Vor ihm fuhren zwei weiße Pritschenwagen. Der 56-Jährige setzte zum Überholen an. Als er sich neben dem vorausfahrenden Pritschenwagen befand, zog dieser ebenfalls zum Überholen auf die Fahrspur des Fords. Der 56-Jährige lenkte nach links, um einen Zusammenstoß zu vermeiden, und kam von der Straße ab. Die beiden Pritschenwagen fuhren Richtung Nidda davon. Die Polizei schätzt den Schaden am Focus auf etwa 2.500 Euro. Kurz darauf fuhr ein roter Ford Fiesta an der Unfallstelle vorbei. Die Insassen können möglicherweise Informationen zum Unfall oder zu den flüchtigen Pritschenwagen geben. Die Ermittler der Polizeistation Büdingen bitten um Hinweise unter Tel.: (06042) 96480.
Niddatal: Einbruch über Terrassentür –
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch brachen Einbrecher in ein Einfamilienhaus in der Wintersteinstraße ein. Zwischen 20.00 Uhr und 00.30 Uhr zertrümmerten sie die Scheibe der Terrassentür, öffneten sie und durchsuchten das Haus nach Wertgegenständen. Über gestohlene Gegenstände liegen noch keine Informationen vor. Die Reparatur der Tür wird etwa 1.000 Euro kosten. Hinweise zu den Einbrechern nimmt die Polizei in Friedberg unter Tel.: (06031) 6010 entgegen.
Wölfersheim: Einbrecher überrascht / Polizei bittet um Hilfe –
Eine Bewohnerin eines Einfamilienhauses im Heyenheimer Weg kam mit dem Schrecken davon, als sie einen Einbrecher in ihrem Haus überraschte. Die Polizei vermutet, dass der Täter heute Morgen gegen 01.00 Uhr über ein offenes Fenster ins Haus gelangte. Im Wohnzimmer durchsuchte er das Haus. Im Schlafzimmer traf er auf die Bewohnerin und verlangte Bargeld. Als sie mit der Polizei drohte, flüchtete der Unbekannte.
Der Einbrecher war ca. 170 cm groß, zwischen 50 und 60 Jahre alt, schlank, mit hellem Teint und sprach Deutsch mit osteuropäischem Akzent. Er trug eine grau/grüne Jacke mit Kapuze und eine graue Hose.
Hinweise bitte an die Polizeistation Friedberg unter Tel.: (06031) 6010.
Guido Rehr, Pressesprecher
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Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.
Einbruchstatistiken in Hessen für 2021/2022
Die Einbruchsraten in Hessen stiegen zwischen 2021 und 2022 leicht an. Im Jahr 2021 wurden insgesamt 3858 Fälle registriert, wovon 810 aufgeklärt werden konnten. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 637, wobei 571 männliche und 66 weibliche Verdächtige waren. Darunter waren auch 266 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2022 stieg die Zahl der Einbrüche auf 4275, wobei nur 723 Fälle gelöst werden konnten. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 569, wobei 498 männliche und 71 weibliche Verdächtige waren. Davon waren 275 nicht-deutsche Verdächtige. Verglichen mit Nordrhein-Westfalen, das im Jahr 2022 die höchste Anzahl an Einbrüchen in Deutschland verzeichnete – 23528 Fälle – sind die Zahlen in Hessen vergleichsweise niedriger.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 3.858 | 4.275 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 810 | 723 |
| Anzahl der Verdächtigen | 637 | 569 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 571 | 498 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 66 | 71 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 266 | 275 |
Quelle: Bundeskriminalamt








