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Schwalm-Eder-Kreis: Trickdiebe als Bankmitarbeiter – Polizei sucht Zeugen

Vorsicht vor falschen Bankangestellten, die EC-Karten und PIN-Codes stehlen. Polizei bittet um Hinweise.

Foto: unsplash

Homberg (ost)

Pressemitteilung der Polizeidirektion Schwalm-Eder vom 12.02.2026:

Gudensberg / Fritzlar

Am Mittwoch ereigneten sich in den Gebieten Fritzlar und Gudensberg zwei Fälle von Betrug, bei denen bisher unbekannte Täter sich den Geschädigten als Bankangestellte ausgaben.

Um 10 Uhr klingelten zwei Männer an der Tür einer Frau in Fritzlar. Sie gaben vor, Mitarbeiter ihrer Hausbank zu sein und behaupteten, dass betrügerische Abbuchungen von ihrem Konto getätigt worden seien. Um weiteren Schaden zu vermeiden, verlangten sie die EC-Karte und die PIN des betroffenen Kontos. Im Verlauf des Gesprächs gelangten die Unbekannten in den Besitz der EC-Karte und der PIN der Geschädigten. Danach entfernten sich die Täter in unbekannte Richtung.

Später bemerkte die Frau, dass unberechtigte Abbuchungen von ihrem Konto vorgenommen wurden, und informierte die Polizei.

Die unbekannten Täter werden wie folgt beschrieben:

Zwischen 15 und 16 Uhr ereignete sich in Gudensberg ein ähnlicher Vorfall. Nach den bisherigen Ermittlungen gaben sich auch dort unbekannte Täter als Bankmitarbeiter aus. Unter dem Vorwand einer betrügerischen Abbuchung erlangten sie auch hier Zugang zur Bankkarte und PIN der Geschädigten. Darüber hinaus übergab die Geschädigte den Tätern Bargeld. Im Anschluss wurde ebenfalls unrechtmäßig Geld von ihrem Konto abgehoben.

Der genaue Grund für die Geldübergabe sowie die Frage nach einem Zusammenhang zwischen den beiden Fällen werden derzeit im Zuge der laufenden Ermittlungen untersucht.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen, die Informationen zu den Tätern oder der Tat haben, werden gebeten, sich an die Kriminalpolizei in Homberg unter 05681-774 0 oder an jede andere Polizeidienststelle zu wenden.

Angesichts der aktuellen Vorfälle weist die Polizei erneut auf bekannte Betrugsmethoden hin und gibt folgende Präventionshinweise:

Weitere Informationen finden Sie unter www.polizei-beratung.de.

Martin Stumpf, PHK – Pressesprecher –

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Hessen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 9798 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 10106 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3961 im Jahr 2022 auf 4224 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2653 im Jahr 2022 auf 2828 im Jahr 2023. Darunter waren 1806 männliche Verdächtige, 847 weibliche Verdächtige und 851 nicht-deutsche Verdächtige im Jahr 2022 sowie 1918 männliche Verdächtige, 910 weibliche Verdächtige und 915 nicht-deutsche Verdächtige im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 9.798 10.106
Anzahl der aufgeklärten Fälle 3.961 4.224
Anzahl der Verdächtigen 2.653 2.828
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.806 1.918
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 847 910
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 851 915

Quelle: Bundeskriminalamt

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