Der gesuchte VW Golf des Juweliers wurde in Kassel aufgefunden. Ermittler suchen Zeugen auf möglichem Fluchtweg.
Schwerer Raub auf Juwelier: VW Golf gefunden

Kassel (ost)
Gemeinsame Bekanntgabe der Staatsanwaltschaft Kassel und des Polizeipräsidiums Nordhessen
(Bitte beachten Sie auch die Pressemitteilungen zum Raub, die am 5.1.2024 um 4:04 Uhr und am 7.1.2024 um 13:36 Uhr unter https://www.presseportal.de/blaulicht/nr/44143 veröffentlicht wurden.)
Kassel:
Nach einem schweren Raubüberfall auf einen Kasseler Juwelier und seine Familie am Samstag wurde der gesuchte VW Golf 7 des Juweliers am gestrigen Mittwochnachmittag in Kassel gefunden, nachdem ein Hinweis aus der Bevölkerung eingegangen war. Das geparkte Fahrzeug wurde einige Hundert Meter von der Wohnung des Opfers entfernt entdeckt, wo der Überfall stattgefunden hatte. Der Pkw wurde sichergestellt und für die Spurensicherung abgeschleppt. Die Ermittlungen der AG Gold der Kasseler Kripo laufen auf Hochtouren und Hinweise deuten darauf hin, dass die Täter möglicherweise über die Wolfhager Straße stadtauswärts in Richtung Rasenallee geflüchtet sind, wobei die Spur am Freibad Harleshausen verloren geht. Zeugen, die am Samstagabend nach 20:45 Uhr verdächtige Personen oder Fahrzeuge in diesem Bereich gesehen haben, werden gebeten, Hinweise zu geben.
Nach aktuellen Ermittlungen drangen die vier unbekannten Täter am Samstagnachmittag gegen 17:30 Uhr gewaltsam in die Wohnung des Juweliers in Kassel-Rothenditmold ein und bedrohten sowie beraubten die Ehefrau und zwei weitere Familienmitglieder. Anschließend fesselten und knebelten sie die Opfer, bis der 58-jährige Juwelier nach Hause kam und ebenfalls überwältigt wurde. Unter Vorhalt einer Waffe erbeuteten die Täter die Schlüssel zum Geschäft in der Innenstadt und dem VW Golf 7. Während drei Täter die Familie festhielten, fuhr der vierte mit dem Schlüssel zum Juweliergeschäft und stahl den Schmuck. Gegen 20:45 Uhr flüchteten die verbliebenen Täter über den Balkon. Die Fahndung blieb bisher erfolglos. Die Täter waren etwa 30 bis 35 Jahre alt, 1,65 bis 1,75 Meter groß und hatten ein arabisches Aussehen. Alle waren maskiert und dunkel gekleidet. Die Opfer wurden leicht verletzt. Hinweise bitte an die Polizei.
Zeugen, die Hinweise zur Tat oder den Tätern sowie verdächtige Personen oder Fahrzeuge auf dem Fluchtweg geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden.
Ulrike Schaake, Pressesprecherin Polizeipräsidium Nordhessen, Tel. 0561-910 1021
Andreas Thöne, Pressesprecher Staatsanwaltschaft Kassel, Tel. 0561-912 2653
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Hessen für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 stiegen leicht an. Im Jahr 2022 wurden 2871 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 3217 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 1785 im Jahr 2022 auf 1850 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2173 im Jahr 2022 auf 2263 im Jahr 2023. Dabei waren 1974 Verdächtige männlich und 199 weiblich im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 2046 männliche und 217 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1077 im Jahr 2022 auf 1179 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 2.871 | 3.217 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.785 | 1.850 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.173 | 2.263 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.974 | 2.046 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 199 | 217 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.077 | 1.179 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023
Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind leicht gesunken. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 229 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ist ebenfalls rückläufig, von 224 im Jahr 2022 auf 216 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen ist von 308 im Jahr 2022 auf 267 im Jahr 2023 gesunken. Von den Verdächtigen waren 283 männlich, 25 weiblich und 147 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 243 | 229 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 224 | 216 |
| Anzahl der Verdächtigen | 308 | 267 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 283 | 237 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 25 | 30 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 147 | 130 |
Quelle: Bundeskriminalamt








