Mitarbeiter des Energieversorgers entdecken professionelle Cannabis-Plantage bei Stromausfall. Kriminalpolizei ermittelt und sucht Zeugen.
Seligenstadt: Abgeerntete Cannabis-Plantage in leerstehendem Wohnhaus entdeckt

Seligenstadt (ost)
Während der Behebung eines Stromausfalls in der Kettelerstraße entdeckten Mitarbeiter des örtlichen Energieversorgers am Mittwochnachmittag in einem leerstehenden Wohnhaus eine offensichtlich professionell betriebene und größtenteils abgeerntete Cannabis-Plantage und informierten sofort die Polizei.
Den Technikern zufolge, die mit der Lokalisierung der Ursache für den Stromausfall in den Hausnummern 90 bis 110 befasst waren, wurden während dieser Arbeiten in einem Gebäude (Hausnummern 100) zahlreiche Pflanzenkübel entdeckt. Aufgrund der Gesamtumstände und der vor Ort installierten Technik gehen die Ermittler vorläufig davon aus, dass es sich um einen ehemals professionellen Anbau handelte.
Es wurden mehr als 1.500 Pflanzenkübel mit Erde, Wurzeln und Pflanzenresten festgestellt. Die Kriminalpolizei hat die Untersuchungen übernommen und wird im Laufe des Tages weitere Spuren sichern. Die Ermittlungen zu den bisher unbekannten Verantwortlichen dauern an.
Personen, die Hinweise auf Personen geben können, die sich in den letzten Tagen oder Wochen im Bereich des betroffenen Hauses aufgehalten oder es betreten haben, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei in Verbindung zu setzen. Hinweise werden unter der Telefonnummer 069 8098-1234 entgegengenommen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 24.363 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wobei 22.378 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 19.168, darunter 17.079 Männer, 2.089 Frauen und 6.494 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 26.518, wobei 23.101 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19.133 nahezu gleich, wobei 17.106 Männer, 2.027 Frauen und 7.004 Nicht-Deutsche beteiligt waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt








