Im Rahmen des Sofortprogramms wurden über 170 Personen überprüft. Bei den Kontrollen wurden zwei Messer und Betäubungsmittel sichergestellt.
Sichere Innenstadt in Darmstadt – Polizei kontrolliert 171 Personen

Darmstadt (ost)
Im Rahmen des Notprogramms „Sichere Innenstadt“ führten Polizeibeamte des 1. Reviers zusammen mit Einsatzkräften der Hessischen Bereitschaftspolizei am Montag (7.4.) Kontrollen in der Innenstadt und den angrenzenden Bereichen des Herrngartens durch. Die Einsatzkräfte wurden von Zivilfahndern und der Darmstädter Stadt- und Wachpolizei unterstützt. Insgesamt wurden in der Zeit von 12.00 bis 16.30 Uhr über 170 Personen von den Ordnungshütern überprüft.
Zu Beginn der Kontrollen waren auch Innenminister Roman Poseck und Landespolizeipräsident Robert Schäfer anwesend, um mit den eingesetzten Beamten in Kontakt zu treten und sich persönlich ein Bild von den Innenstadtbereichen zu machen.
Die Zivilfahnder begannen ihre Kontrollen gegen 12.00 Uhr in der Schleiermacherstraße, als sie den Verkauf von Drogen beobachteten. Bei der anschließenden Durchsuchung eines 46-jährigen Verdächtigen fanden sie unter anderem Heroin, Kokain, Cannabis und verschreibungspflichtige Tabletten. Die Drogen sowie etwa 40 Euro Bargeld, das der Mann bei sich hatte, wurden beschlagnahmt. Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung im 1. Revier und der Einleitung eines Strafverfahrens durfte der 46-Jährige nach Hause gehen.
Auch in der Schleiermacherstraße fiel den Beamten ein Tütchen Kokain bei einem 48-jährigen Mann auf. Da er sich nicht ausweisen konnte, stellte sich heraus, dass er sich illegal in Deutschland aufhielt. Der Mann wird nun wegen des Verdachts des Drogenbesitzes und des Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz strafrechtlich verfolgt.
Zwischen 13.30 und 14.00 Uhr kontrollierten die Beamten drei weitere Männer, die ebenfalls illegal in die Bundesrepublik eingereist waren. Einen 43- und einen 28-Jährigen ließen sie nach Rücksprache mit der Ausländerbehörde in der Schleiermacherstraße frei. Einen 32-jährigen Verdächtigen brachten sie zum 1. Polizeirevier, wo die Staatsanwaltschaft Darmstadt aufgrund wiederholter Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht eine richterliche Vorführung anordnete. Diese fand am Dienstagmittag (8.4.) statt, wobei der Richter die Untersuchungshaft anordnete und die Beamten den 32-Jährigen in eine Justizvollzugsanstalt brachten.
Bei weiteren Überprüfungen in der Schleiermacherstraße und der Durchsuchung eines 26-jährigen Darmstädters fanden die Polizisten gegen 16.00 Uhr unter anderem Crack und Heroin, die sie beschlagnahmten. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet, bevor er nach Hause gehen durfte.
Zwischen 16.45 und 17.15 Uhr verlagerten die Polizisten ihre Kontrollen mit besonderem Fokus auf die Einhaltung des Waffenverbots im öffentlichen Nahverkehr auf den Friedensplatz. Dort stoppten sie sechs Busse und kontrollierten insgesamt 132 Personen. Bei einem 41-jährigen Darmstädter stellten sie ein Taschenmesser und bei einem 24-jährigen aus Bickenbach ein Klappmesser sicher. Beide Männer erwartet nun ein Bußgeldverfahren.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Statistiken über Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Anstieg der registrierten Fälle von 24363 im Jahr 2022 auf 26518 im Jahr 2023. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 auf 23101 im gleichen Zeitraum. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 konstant, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 17079 auf 17106 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2089 auf 2027 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen erhöhte sich von 6494 auf 7004. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten registrierten Drogenfälle in Deutschland mit 73917.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt








