1100 Pflanzen gefunden, 2 Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Ermittlungen dauern an.
Spangenberg: Professionelle Cannabisplantage bei Hausdurchsuchung entdeckt

Homberg (ost)
Pressemitteilung von der Polizeidirektion Schwalm-Eder vom 21.04.2026:
Spangenberg
Gemeinsame Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft Kassel und der Polizeidirektion Schwalm-Eder
In einem Ermittlungsverfahren des Kommissariats 30 der Homberger Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft Kassel wegen des Verdachts des Anbaus und Handels mit Cannabis in nicht geringer Menge wurde bei einer Hausdurchsuchung am Mittwoch, 15.04.2026, eine professionell betriebene Cannabisplantage in Spangenberg-Metzebach entdeckt. Darüber hinaus wurden in dem Haus ein 34- und ein 48-jähriger Verdächtiger mit albanischer Staatsangehörigkeit festgenommen. Sie wurden einem Haftrichter des Amtsgerichts Kassel vorgeführt und befinden sich nun in Untersuchungshaft.
In den Räumlichkeiten konnten ungefähr 1100 Cannabispflanzen mit einer Höhe von 100 bis 120 Zentimetern aufgefunden werden, die sich in der Blütephase befanden und nach Einschätzung der Ermittler in Kürze erntereif gewesen wären. Zudem stellten die eingesetzten Beamten mehrere Vakuumbeutel mit einem Gesamtgewicht von rund acht Kilogramm bereits verkaufsfertigem Marihuana sicher.
Der Entwicklungsstand und die Größe der rund 1100 sichergestellten Pflanzen lassen darauf schließen, dass die Plantage nach kriminalistischer Einschätzung einen Ertrag von mindestens 110 Kilogramm Marihuana hätte erzielen können.
Dem Einsatz war ein umfangreiches Ermittlungsverfahren vorausgegangen, in dessen Verlauf die Ermittler des Kommissariats 30 Hinweise erlangten, dass sich an der betreffenden Örtlichkeit eine Cannabisplantage befinden könnte. Die daraufhin eingeleiteten Ermittlungen erhärteten den Verdacht auf eine sogenannte Indoor-Plantage in einem eigens für den Anbau angemietetem Haus in Metzebach.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kassel erließ ein Richter einen Durchsuchungsbeschluss, der durch Ermittler der Kriminalpolizei in Homberg vollstreckt wurde.
Die Plantage auf zwei Etagen beherbergte neben den Pflanzen zahlreiche Lampen, Heizlüfter, Ventilatoren sowie eine Lüftungsanlage. Durch bauliche Veränderungen waren die Räume von innen verdunkelt und vor Einsicht von außen geschützt worden. Außerdem stellten die Ermittler fest, dass Strom und Wasser unbefugt entnommen worden waren.
Die Verdächtigen müssen sich nun wegen des Verdachts des Anbaus und Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie weiterer Straftaten verantworten. Die Ermittlungen dauern an.
Yvonne Winter, Pressesprecherin Polizeidirektion Schwalm-Eder, Tel. 05681-774-130
Moritz Teschner, Pressesprecher Staatsanwaltschaft Kassel, Tel. 0561-912-2759
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 24363 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 bereits 26518 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 auf 23101. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 relativ konstant, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 17079 auf 17106 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2089 auf 2027 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen erhöhte sich von 6494 auf 7004. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an erfassten Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt








