Polizei ermittelt nach Beschädigung von Wahlplakaten in der Nacht zu Samstag, Zeugen werden gebeten, sich zu melden.
Staatsschutz ermittelt: Unbekannte beschädigten Wahlplakate

Langenselbold (ost)
(lei) Unbekannte haben in der Nacht zum Samstag mehrere Wahlplakate beschädigt, was zur Einleitung von Ermittlungen durch die Polizei führte. Die Ermittlungen werden mittlerweile von der Kriminalinspektion Staatsschutz durchgeführt.
Gegen 22.35 Uhr hängten zwei Personen in der Ringstraße Plakate für die bevorstehende Kommunal- und Bürgermeisterwahl auf. Dabei wurden sie von drei vermutlich männlichen Jugendlichen beobachtet, die abwertende Kommentare abgaben. Zwei der Jugendlichen trugen dunkle Jacken, einer eine hellgraue Jacke mit Kapuze. Nachdem die Mitarbeiter den Ort verlassen hatten, rissen die Jugendlichen – mittlerweile zu viert – insgesamt vier Wahlplakate ab und zerstörten sie. Anschließend flüchteten sie unerkannt in Richtung Wohngebiet Niedertal. Der vierte Tatverdächtige hatte kurze, dunkelblonde Haare und war vollständig dunkel gekleidet.
Kurz vor 1 Uhr ging eine weitere Meldung bei der Polizei ein. Zeugen berichteten, dass ein etwa 25 Jahre alter, schlanker Mann mit zurückgekämmten braunen Haaren in der Friedrichstraße, im Bereich der Hausnummern um die 20, mehrere Wahlplakate abgerissen habe. Auch in diesem Fall handelte es sich um Plakate derselben Partei. Der Mann soll mit einem grauen BMW mit Hanauer Kennzeichen unterwegs gewesen sein. Auf der Rückbank des Fahrzeugs hätten sich nach Angaben der Zeugen bereits mehrere Wahlplakate befunden. Das Auto wurde später ohne die Plakate an der Halteranschrift von Polizeibeamten aufgefunden.
Es wird untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen beiden Vorfällen gibt. Weitere Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizeistation Langenselbold unter der Telefonnummer 06183 91155-0 zu melden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023
Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, wobei 224 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 308 Verdächtige, darunter 283 Männer und 25 Frauen. 147 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 wurden 229 Fälle von Mord in Hessen gemeldet, wobei 216 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 267 Verdächtige, darunter 237 Männer und 30 Frauen. 130 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 243 | 229 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 224 | 216 |
| Anzahl der Verdächtigen | 308 | 267 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 283 | 237 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 25 | 30 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 147 | 130 |
Quelle: Bundeskriminalamt








