Ein Mann zeigt den „Hitlergruß“ im Stadtbus und äußert fremdenfeindliche Parole. Busfahrer verweist ihn des Busses, Polizei ermittelt.
Stadt+Kreis Gießen: Festnahmen nach Vorfall im Stadtbus

Giessen (ost)
Gießen: Mann zeigt „Hitlergruß“ in Stadtbus – Festnahme
Am Mittwoch (21.1.) hat ein Individuum in einem Stadtbus den sogenannten „Hitlergruß“ gezeigt. Der Vorfall ereignete sich am Marktplatz gegen 15.10 Uhr, wobei der deutsche Staatsbürger auch eine fremdenfeindliche Parole äußerte. Der Busfahrer wies ihn aus dem Bus. Die Polizei erfuhr erst später von dem Vorfall. Zu dieser Zeit befanden sich mehrere Fahrgäste im Bus, die als potenzielle Zeugen in Frage kommen. Der aufmerksame Busfahrer erkannte den bis dahin unbekannten Mann zu einem späteren Zeitpunkt erneut in seinem Bus und alarmierte die Polizei. Die Beamten trafen den 59-Jährigen im Bus an und brachten ihn zur Wache. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er freigelassen. Er wird nun strafrechtlich verfolgt.
Die Ermittler bitten Zeugen, sich bei der Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0641/7006-6555 zu melden.
Gießen: Festnahme nach körperlicher Auseinandersetzung
Gegen 22.45 Uhr kam es am Samstag (24.1.) zu einem Vorfall, bei dem ein 20-Jähriger von einer Gruppe angegriffen wurde. Der Mann gab an, dass er sich im Bereich des Einkaufszentrums in der Neustadt befand, als er von sechs Personen angegriffen wurde. Es wurde eine Glasflasche nach ihm geworfen und Reizgas auf ihn gesprüht. Im Zuge der Fahndung wurden drei Personen im Alter von 15, 18 und 25 Jahren festgenommen. Bei einem der Männer wurde zudem Pfefferspray gefunden. Der Grund für die Auseinandersetzung ist noch unklar. Die drei Festgenommenen wurden zur Wache gebracht und nach den polizeilichen Maßnahmen freigelassen. Die Beamten leiteten ein Strafverfahren gegen die drei Männer ein.
Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizeistation Gießen Nord unter der Telefonnummer 0641/7006-3755 zu melden.
Pierre Gath, Pressesprecher
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023
Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, wovon 224 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 308 Verdächtige, darunter 283 Männer und 25 Frauen. 147 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 sank die Zahl der Mordfälle auf 229, von denen 216 gelöst wurden. Es gab 267 Verdächtige, davon 237 Männer und 30 Frauen. 130 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 243 | 229 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 224 | 216 |
| Anzahl der Verdächtigen | 308 | 267 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 283 | 237 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 25 | 30 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 147 | 130 |
Quelle: Bundeskriminalamt








