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Streit mit Messern in Gießen

Am Samstag kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern in der Innenstadt. Ein 48-Jähriger verletzte einen 30-Jährigen mit einem Schnitt im Gesicht.

Foto: Depositphotos

Giessen (ost)

Gießen: Konflikt mit Messern – Verletzter Beteiligter – Augenzeugen gesucht

Am Samstag (28.2.) ereignete sich in der Stadtmitte eine Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Die beiden gerieten zunächst gegen 17.50 Uhr im Bereich des Lahnufers in einen Streit. Einer der Männer, ein 48-Jähriger, führte dabei ein Teppichmesser, sein Gegner hielt ein größeres Messer. Laut aktuellen Informationen verletzte der 48-Jährige den 30-Jährigen im Verlauf mit einem Schnitt im Gesicht. Danach flüchtete er in Richtung Neustadt.

Der Verletzte, der eine offensichtliche, blutende Wunde an der Wange erlitt, verfolgte den Angreifer, beide hielten vermutlich dabei jeweils ein Messer. Die Männer rannten auch durch ein Bekleidungsgeschäft in einem nahen Einkaufszentrum in der Neustadt. Eine sichtbare Blutspur blieb auf dem Boden zurück, wurde aber bald vom Personal entfernt. Draußen, in der Wetzsteinstraße, kletterte der 48-Jährige über eine Mauer auf ein Grundstück und konnte vorerst fliehen. Ein aufmerksamer Zeuge informierte die Polizei.

Der Verletzte musste vom Rettungsdienst versorgt und ins Krankenhaus gebracht werden. Er erlitt während des Vorfalls auch einen Knochenbruch. Im Zuge umfangreicher Fahndungsmaßnahmen konnten Einsatzkräfte den flüchtigen Angreifer im Stadtgebiet orten und festnehmen. Das von ihm benutzte Messer wurde bisher nicht gefunden. Der Festgenommene wurde zur Dienststelle gebracht. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er mangels Haftgründen entlassen.

Die bisherigen Untersuchungen ergaben, dass sich die beiden jamaikanischen Staatsbürger kannten. Möglicherweise war ein Drogengeschäft der Auslöser des Streits. Die genauen Umstände der Auseinandersetzung sind jedoch noch unklar. Der Vorfall wurde zumindest teilweise von zahlreichen unbekannten Zeugen beobachtet.

Die Ermittler suchen diese und weitere Zeugen und fragen: Wer hat den Angriff am Lahnufer im Bereich der Sachsenhäuser Brücke beobachtet? Wer kann Informationen zu den Hintergründen geben? Wer kann Angaben zur Art und zum Verbleib des verwendeten Messers machen? Wer hat die Beteiligten im Einkaufszentrum gesehen?

Hinweise nimmt die Polizeistation Gießen Nord unter der Telefonnummer 0641/7006-3755 entgegen.

Pierre Gath, Pressesprecher

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023

Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, wovon 224 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 308 Verdächtige, darunter 283 Männer und 25 Frauen. 147 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 sank die Anzahl der Mordfälle auf 229, von denen 216 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 267, wovon 237 Männer und 30 Frauen waren. 130 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 243 229
Anzahl der aufgeklärten Fälle 224 216
Anzahl der Verdächtigen 308 267
Anzahl der männlichen Verdächtigen 283 237
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 25 30
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 147 130

Quelle: Bundeskriminalamt

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