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Südhessen/Darmstadt: E-Scooter Präventionskampagne gestartet

Die Polizei Südhessen startet eine Kampagne zur sicheren Nutzung von E-Scootern. Verstöße und Unfälle nehmen alarmierend zu, besonders bei jungen Menschen.

"E-Scooter? Nur mit Plan. Regeln kennen. Sicher ankommen" - Polizeipräsidium Südhessen startet Präventionskampagne zum Heinerfest
Foto: Presseportal.de

Südhessen/Darmstadt (ost)

In Südhessen gewinnen E-Scooter an Popularität und sind in Städten wie Darmstadt, Rüsselsheim sowie auf dem Land weit verbreitet. Besonders bei jungen Menschen werden E-Scooter immer beliebter. Sie sind weit verbreitet, können einfach über eine App ausgewählt und bedient werden. Allerdings bergen die kleinen praktischen Fahrzeuge erhebliche Gefahren für die Nutzer und andere Verkehrsteilnehmer. Seit ihrer Zulassung als Verkehrsmittel im Jahr 2019 rücken E-Scooter vermehrt in den Fokus polizeilicher Maßnahmen. Dabei werden häufig Verstöße im Straßenverkehr festgestellt. Die Polizei registriert vermehrt unerlaubtes Verhalten, wie die unrechtmäßige Nutzung von Verkehrsflächen, das Fahren unter Alkohol- und/oder Drogeneinfluss, das Ignorieren von Rotlicht an Ampeln und das unerlaubte Mitnehmen von Personen.

Dies spiegelt sich auch in den Unfallzahlen mit E-Scootern wider, die in den letzten Jahren in ganz Hessen kontinuierlich angestiegen sind. Im vergangenen Jahr zählte die hessische Polizei 1.505 Unfälle mit E-Scootern. Das sind fast 40 Prozent mehr als 2024. Fünf Menschen starben bei Scooter-Unfällen, vier davon waren jünger als 25 Jahre. Allein in Südhessen gab es im Jahr 2025 218 Verkehrsunfälle mit Elektrokleinstfahrzeugen. 2024 waren es noch 133. Eine Person kam ums Leben, 26 wurden schwer verletzt und 135 leicht verletzt. Diese Entwicklung ist alarmierend und zeigt, dass von E-Scootern eine ernsthafte Gefahr im Straßenverkehr ausgeht. Das Polizeipräsidium Südhessen setzt künftig auf verstärkte Kontrollen und Prävention, da die deutliche Zunahme von Verkehrsunfällen mit E-Scootern besorgniserregend ist. Die Kampagne richtet sich insbesondere an Jugendliche, junge Erwachsene, Eltern sowie Erst- und Gelegenheitsnutzer.

Die Polizei in Südhessen wird künftig entschiedener gegen Verkehrssünder vorgehen, um den Gefahren rund um das E-Scooterfahren entgegenzuwirken. Die Prävention spielt hierbei eine wichtige Rolle. Zu Beginn des Heinerfestes startet die südhessische Präventionskampagne “E-Scooter? Nur mit Plan. Regeln kennen. Sicher ankommen”. In diesem Rahmen werden zwischen dem 2. und 11. Juli in Bussen und Bahnen von HEAG Mobilo auf 430 Bildschirmen wichtige und hilfreiche Präventionshinweise im Rahmen der Kampagne ausgestrahlt.

Die Polizei verfolgt einen umfassenden Ansatz, um die Risiken des E-Scooter-Fahrens zu verringern. Letztendlich liegt es jedoch vor allem an den E-Scooter-Fahrern selbst, durch die Einhaltung der Regeln ihre eigene Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.

Zusätzlich plant die Polizei, gemeinsam mit den Kommunen umfassende Verkehrskontrollen durchzuführen. Im Rahmen dieser Überprüfungen werden die Fahrer auf Alkohol- und Drogenkonsum überprüft, da für sie die gleichen Regeln gelten wie für alle anderen Fahrer. Auch die technischen Einrichtungen der E-Scooter-Nutzer werden auf ordnungsgemäße Funktion oder technische Manipulationen überprüft. Außerdem wird die Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) mit den polizeilichen Fahndungssystemen abgeglichen, um gestohlene oder nicht versicherte E-Scooter-Nutzer aufzuspüren.

Mit der beginnenden Präventionskampagne möchte die Polizei in Südhessen das Thema gezielt angehen. E-Scooter sind beliebt und das Fahren macht Spaß. Dennoch handelt es sich nicht um Spielzeuge, sondern um Verkehrsmittel, die verantwortungsbewusst genutzt werden müssen.

Quelle: Presseportal

nf24