Die hessische Polizei führte zahlreiche Verkehrskontrollen durch, um Alkohol- und Drogensünder zu überprüfen. Dabei wurden insgesamt 1.600 Verkehrsteilnehmer kontrolliert, wobei 56 Verstöße festgestellt wurden.
Südosthessen: Kontrollen in der Vorweihnachtszeit
Südosthessen (ost)
(rv) Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat die hessische Polizei im Rahmen der europäischen Roadpol-Aktionswochen das Thema „Alkohol & Drogen“ behandelt.
In der ersten Aktionswoche im Juni 2024 wurden insgesamt etwa 1.600 Verkehrsteilnehmer von der hessischen Polizei kontrolliert.
Dabei wurden insgesamt 56 Verstöße im Zusammenhang mit Alkohol und/oder Rauschmitteln festgestellt. Dies entspricht einer Beanstandungsquote von 3,5 %.
Zum Abschluss des Jahres wurden vom 16. bis 22. Dezember erneut Schwerpunktkontrollen durchgeführt.
Vor dem Hintergrund der Teillegalisierung von Cannabis durch die Bundesregierung in diesem Jahr setzt die hessische Polizei mit verstärkten Kontrollen im Rahmen der europaweiten Aktionswoche ein Zeichen für die Verkehrssicherheit.
Neben der Teillegalisierung von Cannabis im April 2024 hat die Bundesregierung im Sommer 2024 einen gesetzlich festgelegten Grenzwert für THC-Beeinflussung eingeführt. Der aktuelle Grenzwert liegt bei 3,5 Nanogramm THC pro Milliliter Blutserum. Fahranfänger sind jedoch einem absoluten Konsumverbot unterworfen.
Seit den Gesetzesänderungen wird bei polizeilichen Maßnahmen verstärkt auf die Fahrtüchtigkeit von Fahrzeugführern geachtet, insbesondere bei Unfallaufnahmen und Verkehrskontrollen.
Bei Hinweisen auf Beeinflussung durch THC oder andere illegale Betäubungsmittel im Rahmen einer Kontrolle oder nach einem Verkehrsunfall ist eine Blutentnahme erforderlich.
In der Kontrollwoche lag auch ein besonderer Fokus auf den zahlreichen Feierlichkeiten zur Weihnachtszeit und zum Jahresende.
Für viele Menschen gehören Glühwein und andere warme alkoholische Getränke zum Weihnachtsmarktbesuch dazu. Der Konsum von Alkohol sollte jedoch die Teilnahme am Straßenverkehr ausschließen.
Auch im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Südosthessen wurden zahlreiche mobile und stationäre Verkehrskontrollen durchgeführt. Im Zusammenhang mit der Aktionswoche, über die wir bereits am 20.12.2024 berichtet haben, wurden im Polizeipräsidium Südosthessen insgesamt 626 Verkehrsteilnehmer kontrolliert. Es gab 23 Verstöße gegen Regeln, die mit Alkohol- oder Drogenkonsum im Straßenverkehr zusammenhingen. Darüber hinaus konnten zwei gesuchte Straftäter gefasst und zahlreiche Straftaten angezeigt werden, die mit und ohne Bezug zum Straßenverkehr standen. Außerdem wurden viele Ordnungswidrigkeiten geahndet und verschiedene Fahrzeugmängel festgestellt.
Das Ziel solcher Aktionswochen mit klaren Botschaften ist es, alle Verkehrsteilnehmer für ihre eigene Verantwortung und sicheres Verhalten im Verkehr zu sensibilisieren und gefährliches Verhalten bewusst zu machen.
In der Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel sollte das gemütliche Beisammensein nicht durch berauschte Teilnahmen am Straßenverkehr getrübt werden. Die hessische Polizei wird auch über die Aktionswoche hinaus ihren Beitrag leisten.
Offenbach, 23.12.2024, Pressestelle, Robin Varga
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 24363 Fälle registriert, wovon 22378 gelöst wurden. Es gab insgesamt 19168 Verdächtige, darunter 17079 Männer und 2089 Frauen. 6494 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 26518, wobei 23101 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 nahezu gleich, wobei 17106 Männer und 2027 Frauen verdächtigt wurden. 7004 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 registrierten Fällen.
2022 | 2023 | |
---|---|---|
Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt