Polizei verhaftet den gesuchten Mann nach Schüssen in Kleingartenanlage. Opfer leicht verletzt, Motive noch unklar.
Tatverdächtiger festgenommen nach Tötungsdelikt in Kassel-Waldau

Kassel (ost)
Gemeinsame Bekanntgabe der Staatsanwaltschaft Kassel und des Polizeipräsidiums Nordhessen
(Bitte beachten Sie auch die Pressemitteilung, die am 28.06.2026 unter https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/6303816 veröffentlicht wurde).
Kassel-Waldau:
Nachdem die Polizei und die Staatsanwaltschaft am Sonntag eine öffentliche Fahndung nach einem 18-jährigen Mann aus Kassel gestartet hatten, der verdächtigt wird, seinen 21-jährigen Bruder gewaltsam getötet zu haben, wurde der Gesuchte heute Morgen gegen 8:30 Uhr von der Polizei in einer Kleingartenanlage in Kassel-Waldau festgenommen. Zuvor gab es eine groß angelegte Fahndung mit Spezialeinheiten und einem Polizeihubschrauber in diesem Bereich, nachdem der 18-jährige Verdächtige in der Nacht gegen 3 Uhr auf einen 19-jährigen Mann in einer Laube auf dem Gartengelände geschossen hatte. Das Opfer aus Kassel konnte sich daraufhin in Sicherheit bringen. Seine Verletzungen sind zum Glück nicht schwerwiegend, so dass er das Krankenhaus bereits wieder verlassen konnte. Der Gesuchte konnte schließlich nach intensiven Fahndungsmaßnahmen festgenommen werden.
Nach der Festnahme wurde ein weiterer Mann mit Verletzungen in einer anderen Gartenlaube auf dem Gelände gefunden, die offensichtlich auch vom Verdächtigen zugefügt worden waren. Es wird derzeit geprüft, ob es sich um Schussverletzungen handelt. Nach den bisherigen Informationen besteht keine Lebensgefahr für den Verletzten. Die genauen Umstände und der Ablauf dieser Tat sind noch nicht geklärt. Derzeit ist die Kleingartenanlage für die Spurensicherung und weitere polizeiliche Maßnahmen abgeriegelt.
Personen, die den Verdächtigen in den letzten zwei Tagen bis zu seiner Festnahme heute gesehen haben, werden gebeten, sich unter Tel. 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden. Medienvertreter werden gebeten, die Fotos und den Namen des Verdächtigen aus ihren Berichten zu entfernen oder unkenntlich zu machen.
Der 18-jährige Verdächtige aus Kassel mit deutscher Staatsangehörigkeit wird verdächtigt, seinen 21 Jahre alten Bruder in einer Wohnung in Waldau gewaltsam getötet zu haben. Der Leichnam des Opfers wurde in der Nacht zum Sonntag in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Waldau von der Polizei gefunden, nachdem sich Familienmitglieder gemeldet hatten und ihn als vermisst gemeldet hatten, weil sie keinen Kontakt zu ihm hatten. Die Auffindesituation des Verstorbenen deutete bereits eindeutig auf Fremdverschulden hin. Die Obduktion bestätigte dies. Es wird angenommen, dass der 21-Jährige durch stumpfe Gewalt mit einem noch unbekannten Gegenstand getötet wurde. Die umfangreichen Ermittlungen der Kasseler Kripo ergaben frühzeitig einen Verdacht gegen den Bruder des Opfers, der seit Sonntag öffentlich gesucht wurde.
Die umfangreichen Ermittlungen gegen den Verdächtigen, der noch heute einem Haftrichter vorgeführt werden soll, dauern an. Die Motive, Hintergründe und Abläufe des Tötungsdelikts sowie der aktuellen Taten sind noch ungeklärt und Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Quelle: Presseportal








