Rauschgiftermittler finden professionelle Anlagen mit 6 Tatverdächtigen in Untersuchungshaft.
Thüringen: Indoor-Plantagen in Marburg-Biedenkopf entdeckt

Giessen (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung von Staatsanwaltschaft Marburg und Polizeipräsidium Mittelhessen
Biedenkopf und Rastenberg: Entdeckung professioneller Indoor-Plantagen – 6 dringend Tatverdächtige in Haft
Die Rauschgiftermittler der Kriminalpolizei Marburg und der Kriminalpolizeiinspektion Erfurt haben am Dienstagmorgen (27. Januar) mehrere gerichtliche Durchsuchungsanordnungen in Wohnhäusern in Biedenkopf und Rastenberg (Landkreis Sömmerda / TH) vollstreckt und dabei zwei professionelle Indoor-Plantagen entdeckt. Während der polizeilichen Maßnahmen wurden sechs Männer im Alter von 22 bis 27 Jahren mit albanischer Staatsangehörigkeit festgenommen und am nächsten Tag (Mittwoch, 28.01.2026) den zuständigen Haftrichtern vorgeführt, gemäß den Anträgen der Staatsanwaltschaft Marburg und Erfurt. Die dringend Tatverdächtigen befinden sich nun in Untersuchungshaft. Nach intensiven Ermittlungen gegen eine überörtlich agierende Tätergruppierung wegen des Verdachts des bandenmäßigen Handeltreibens und des Anbaus von Marihuana in nicht geringen Mengen vollstreckten die Ermittler gestern Morgen (27. Januar) im Landkreis Marburg-Biedenkopf und in Rastenberg mehrere richterliche Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts Marburg und des Amtsgerichts Erfurt. Die Beamten stellten insgesamt knapp 400 Marihuana-Pflanzen, rund 17 Kilogramm bereits geerntete Marihuana-Dolden, etwa 24.000 Euro Bargeld sowie professionelles Equipment zum Betrieb von Indoor-Plantagen sicher. Während die Thüringer Kriminalbeamten in Rastenberg einen 24-jährigen Tatverdächtigen festnahmen, erfolgten durch die Kriminalpolizei Marburg gleich fünf vorläufige Festnahmen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Marburg wurde gegen die fünf Tatverdächtigen wegen Fluchtgefahr heute (28.01.2026) jeweils Haftbefehl vom Amtsgericht Marburg erlassen und vollstreckt. Die Männer befinden sich derzeit in hessischen Justizvollzugsanstalten. Der 24-Jährige wurde heute ebenfalls einem Haftrichter vorgeführt. Der Haftrichter am Amtsgericht Erfurt erließ antragsgemäß einen Untersuchungshaftbefehl. Der Mann sitzt jetzt in einer thüringischen Justizvollzugsanstalt.
Weitere Informationen werden ausschließlich durch die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Marburg, Tel. 06421/290 222, bereitgestellt.
Kathrin Ortmüller, Staatsanwältin und stellvertretende Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Marburg
Alisa Jockel, Polizeioberkommissarin und Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Mittelhessen
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 haben sich leicht erhöht. Im Jahr 2022 wurden 24363 Fälle registriert, wovon 22378 gelöst wurden. Es gab insgesamt 19168 Verdächtige, darunter 17079 Männer und 2089 Frauen. 6494 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 26518, wobei 23101 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 nahezu konstant, wobei 17106 männliche und 2027 weibliche Verdächtige waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg auf 7004. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt








