Ein 31-Jähriger wird wegen des Verdachts des Mordes an drei Insassen eines Audis in Offenbach inhaftiert. Die Ermittlungen dauern an, während auch der Fahrer des Audis wegen Unfallflucht untersucht wird.
Tödlicher Autounfall in Offenbach: 31-Jähriger in Untersuchungshaft

Offenbach (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung von Staatsanwaltschaft Darmstadt – Zweigstelle Offenbach – und Polizeipräsidium Südosthessen
(lei) Nach einem schwerwiegenden Zusammenstoß zweier Fahrzeuge auf der Mühlheimer Straße am Sonntag, 30. November (es wurde bereits mehrfach berichtet: siehe u.a. https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43561/6171175) führen Staatsanwaltschaft Darmstadt – Zweigstelle Offenbach – und Offenbacher Kriminalpolizei nun Ermittlungen wegen des Verdachts des Mordes. Dieser Vorwurf richtet sich gegen den 31-jährigen Fahrer des VW, der mit dem Audi A1 kollidierte. Im Audi A1 befanden sich drei Insassen, die aufgrund der schweren Verletzungen durch den heftigen Zusammenstoß verstarben. Gemäß den bisherigen Ermittlungen soll der Beschuldigte unmittelbar vor dem Zusammenstoß mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Mühlheim am Main gefahren sein. Ihm wird vorgeworfen, dabei den Tod der Insassen von entgegenkommenden Fahrzeugen in Kauf genommen zu haben.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt – Zweigstelle Offenbach – erließ das Amtsgericht Offenbach einen Haftbefehl gegen den Beschuldigten wegen des Verdachts des Mordes an drei Menschen, des illegalen Autorennens und der Gefährdung des Straßenverkehrs. Der 31-Jährige wurde daraufhin am Dienstag, 23. Dezember, an seiner Wohnanschrift in Offenbach festgenommen und noch am gleichen Tag einem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Offenbach vorgeführt. Dieser setzte den Haftbefehl um. Der Beschuldigte befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.
Das endgültige Gutachten des Sachverständigen steht noch aus. Die Ermittlungen sind im Gange.
Gegen den Fahrer des schwarzen Audis, der angeblich zunächst geflohen sein soll und kurz darauf von der Polizei ermittelt wurde, wird ebenfalls weiter ermittelt. Der 60-Jährige muss sich wegen des Verdachts der Fahrerflucht verantworten.
Die Polizei sucht außerdem nach dem Besitzer oder der Besitzerin einer Smartwatch, die im Fußraum des Audi A1 gefunden wurde. Es wird nicht ausgeschlossen, dass die Uhr mit einem schwarzen Kunststoffarmband einer Person gehört, die als Ersthelfer agiert haben könnte und sie dort verloren hat. Derjenige oder diejenige sollte sich bei den Ermittlern melden (069 8098-1234).
Hinweis an Medienvertreter: Die Pressehoheit liegt bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt – Zweigstelle Offenbach.
Offenbach, 30.12.2025, Pressestelle, Thomas Leipold
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023
Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 229 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 224 auf 216 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 308 auf 267. Davon waren 283 männlich, 25 weiblich und 147 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 243 | 229 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 224 | 216 |
| Anzahl der Verdächtigen | 308 | 267 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 283 | 237 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 25 | 30 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 147 | 130 |
Quelle: Bundeskriminalamt








