Nach umfangreichen Ermittlungen wurde ein Teil des Leichnams des vermissten 26-Jährigen auf dem Buga-Gelände in Kassel gefunden.
Tötungsdelikt: AG Maybach findet Leichnamsteil

Kassel (ost)
Gemeinsame Mitteilung der Staatsanwaltschaft Kassel und des Polizeipräsidiums Nordhessen
(Bitte beachten Sie auch die Pressemitteilung, die am 25.07.2024 unter https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/5830446 veröffentlicht wurde).
Kassel:
Nachdem ein 26-jähriger Mann Anfang Juni dieses Jahres als vermisst gemeldet wurde und mutmaßlich einem Tötungsdelikt zum Opfer gefallen ist, haben die Ermittler der „AG Maybach“ der Kasseler Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft Kassel ihre umfangreichen Untersuchungen fortgesetzt. Es wurden viele Zeugen befragt und Spuren ausgewertet. Nach der Veröffentlichung am 25.07.2024 gingen zahlreiche Hinweise ein, die von den Ermittlern überprüft wurden. Trotz intensiver Ermittlungen und Suchaktionen mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei und Spürhunden wurde die Leiche des mutmaßlich getöteten 26-Jährigen bisher nicht gefunden. Am gestrigen Dienstag fand eine Suche auf dem Buga-Gelände in Kassel statt, nachdem der 28-jährige Tatverdächtige, der derzeit wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft sitzt, Informationen preisgegeben hatte. In einem Gebüsch am Waldauer Fußweg entdeckten die Polizisten schließlich sterbliche Überreste, weshalb der Fundort für die Spurensicherung abgesperrt wurde. Vorbehaltlich weiterer forensischer Untersuchungen gehen die Ermittler der AG Maybach davon aus, dass es sich bei den gefundenen Überresten um den 26-jährigen Mann handelt.
Das Opfer verschwand am 7. Juni 2024 aus seinem üblichen Umfeld. Seine Angehörigen meldeten ihn als vermisst. Frühe Ermittlungen des Kommissariats 11 der Kasseler Kripo deuten darauf hin, dass der in Kassel lebende 26-Jährige möglicherweise einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Die fortgesetzten Untersuchungen der AG Maybach und der Staatsanwaltschaft Kassel erhärteten den Verdacht eines Tötungsdelikts und führten zu einem Tatverdacht gegen einen 28-jährigen Bekannten des Opfers, der ins Ausland geflohen war, nachdem das Opfer verschwunden war. Nachdem die Ermittler erfuhren, dass er wieder nach Deutschland eingereist war, wurde er am 19. Juli in Kassel festgenommen. Ein Haftrichter ordnete die Untersuchungshaft wegen des Verdachts des Mordes gegen den 28-Jährigen an. Nach den bisherigen Erkenntnissen wird er verdächtigt, dem 26-Jährigen tödliche Verletzungen zugefügt zu haben.
Der genaue Tathergang ist noch nicht vollständig geklärt und Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Ulrike Schaake, Pressesprecherin Polizeipräsidium Nordhessen, Tel. 0561 – 910 1021
Dr. Stephan Schwirzer, Pressesprecher Staatsanwaltschaft Kassel, Tel. 0561 – 912 2758
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2021/2022
Die Mordraten in Hessen zwischen 2021 und 2022 sind rückläufig. Im Jahr 2021 wurden 255 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 nur noch 243 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 245 auf 224. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 323 auf 308 zurück, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Bayern im Jahr 2022 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 403 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 255 | 243 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 245 | 224 |
| Anzahl der Verdächtigen | 323 | 308 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 275 | 283 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 48 | 25 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 137 | 147 |
Quelle: Bundeskriminalamt








