Ein 37-Jähriger wurde in Hanau getötet, ein 34-jähriger Tatverdächtiger festgenommen. Die Hintergründe der Tat werden noch ermittelt.
Tötungsdelikt in Hanau: Festnahme nach Tod eines 37-Jährigen

Hanau (ost)
Gemeinsame Bekanntgabe der Staatsanwaltschaft Hanau und des Polizeipräsidiums Südosthessen
(lei) Nach einem vermuteten Mordfall am Dienstagmorgen im Stadtteil Steinheim wurde kurz darauf ein 34-jähriger Mann unter dringendem Tatverdacht vorläufig festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Hanau und die örtliche Kriminalpolizei haben bereits Untersuchungen wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes eingeleitet.
Um 11.35 Uhr wurde der Polizei zunächst über den Notruf eine Auseinandersetzung in einem Mehrfamilienhaus in der Schönbornstraße gemeldet. Bei ihrer Ankunft fanden die Beamten in einer Wohnung einen schwer verletzten 37-Jährigen vor, der trotz sofortiger Wiederbelebungsmaßnahmen kurz darauf am Tatort verstarb. Der 34 Jahre alte Tatverdächtige, der ebenfalls schwer verletzt vor Ort angetroffen wurde und anscheinend nach der Tat aus einem Fenster des Wohnhauses gesprungen war, wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er derzeit von der Polizei bewacht wird.
Die Ermittler der Staatsanwaltschaft und der Polizei arbeiten nun daran, die noch unklaren Hintergründe zu klären und die Abläufe der Tat zu rekonstruieren. Unter der Leitung eines anwesenden Staatsanwaltes vor Ort laufen derzeit umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durch die Kriminalpolizei, der Tatort ist derzeit noch abgesperrt.
Der Leichnam soll zeitnah vom Institut für Rechtsmedizin in Frankfurt am Main obduziert werden. Personen, die im Zusammenhang mit dem vermuteten Tatgeschehen Aussagen machen können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 06181 100-123 mit der Kriminalpolizei in Hanau in Verbindung zu setzen.
Die Ermittlungen dauern an.
Hinweis für Journalisten: Die Pressehoheit liegt bei der Staatsanwaltschaft Hanau.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023
Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 229 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 224 auf 216. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 308 auf 267 zurück, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 243 | 229 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 224 | 216 |
| Anzahl der Verdächtigen | 308 | 267 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 283 | 237 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 25 | 30 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 147 | 130 |
Quelle: Bundeskriminalamt








