Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Trier: Autobahnkontrollen in Südhessen

Zivilfahnder stoppen 84 Fahrzeuge, beschlagnahmen selbstgebauten Böller und 500 Vapes ohne Steuerbanderolen

Foto: Depositphotos

Südhessen (ost)

Während der Überprüfungen auf den Autobahnen in Südhessen wurden am Donnerstag (22.01.) zwischen 10.30 und 18.00 Uhr insgesamt 84 Fahrzeuge von Zivilfahndern der Polizei aus Südhessen sowie den Polizeipräsidien Koblenz, Trier und Mainz angehalten und 123 Personen genauer kontrolliert. In der „Dunklen Jahreszeit“ nutzen überregional tätige Einbrecher auch die großen Verkehrswege in Südhessen. Die flächendeckenden Kontrollen zielen darauf ab, Einbrüche und andere Eigentumsdelikte zu bekämpfen und die Täter abzuschrecken, um Südhessen und angrenzende Gebiete für sie „unattraktiv“ zu machen.

Insgesamt wurden 16 Ermittlungsverfahren eingeleitet, darunter Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz, das Betäubungsmittelgesetz, das Antidopinggesetz, Urkundenfälschung, Kennzeichenmissbrauch, Pflichtversicherungsgesetz, Steuervergehen, unerlaubter Aufenthalt und das Waffengesetz. Zwei Fahrer wurden aufgrund des Verdachts auf vorherigen Kokain-, Amphetamin- und Cannabiskonsum zur Blutentnahme aufgefordert.

Am Nachmittag wurde das Fahrzeug eines 45-jährigen Autofahrers aus dem Main-Kinzig-Kreis auf der A 5 kontrolliert. Im Handschuhfach fanden die Fahnder einen selbstgebauten Sprengkörper. Dieser wurde beschlagnahmt. Zudem entdeckten sie zwei Ampullen einer verschreibungspflichtigen Testosteronlösung im Fahrzeug. Der Mann zeigte Anzeichen von vorherigem Amphetamin- und Cannabiskonsum. Er wurde vorübergehend festgenommen und zur Blutentnahme gebracht. Ihn erwarten nun Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz, das Antidopinggesetz und Fahren unter Drogeneinfluss.

Gegen 15.30 Uhr stoppten die Fahnder auf der A 67 bei Pfungstadt einen 39-jährigen Autofahrer aus Heidelberg und seinen 37-jährigen Beifahrer. Im Kofferraum fanden sie zwei Kartons mit insgesamt 500 verpackten Vapes ohne Steuerbanderolen. Zudem entdeckten sie zwei weitere Kartons mit insgesamt 480 Packungen Snus. Der Zoll verlangte vor Ort 3200 Euro für die 500 Vapes. Diese wurden ebenfalls beschlagnahmt, ebenso wie der Snus, dessen Verkauf in Deutschland illegal ist. Die Ermittlungen dazu dauern an.

Quelle: Presseportal

Einbruchstatistiken in Hessen für 2022/2023

Die Einbruchsraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 4275 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 5206 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 723 im Jahr 2022 auf 840 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 598 relativ konstant, wobei die Mehrheit davon männlich war. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 27061 Fällen die höchste Anzahl an Einbrüchen in Deutschland.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 4.275 5.206
Anzahl der aufgeklärten Fälle 723 840
Anzahl der Verdächtigen 569 598
Anzahl der männlichen Verdächtigen 498 511
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 71 87
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 275 270

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023

Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 24363 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 26518 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 im Jahr 2022 auf 23101 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 konstant, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 17079 auf 17106 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2089 auf 2027 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 6494 im Jahr 2022 auf 7004 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73917 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 24.363 26.518
Anzahl der aufgeklärten Fälle 22.378 23.101
Anzahl der Verdächtigen 19.168 19.133
Anzahl der männlichen Verdächtigen 17.079 17.106
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.089 2.027
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 6.494 7.004

Quelle: Bundeskriminalamt

nf24