Polizei sichert Rauschgift, gefälschte Rezepte und Fahrräder bei Personenkontrollen in der Innenstadt
Umfangreiche Kontrollen in Darmstadt

Darmstadt (ost)
Im Zuge der Innenstadtoffensive „Sichere Innenstadt“ führten Polizeibeamte des Polizeipräsidiums Südhessen am Montag (9.3.) in Zusammenarbeit mit Einsatzkräften der Hessischen Bereitschaftspolizei umfangreiche Personenkontrollen im Bereich des Herrngartens und der angrenzenden Straßen durch. Zwischen 10:00 und 16:30 Uhr wurden insgesamt 24 Personen überprüft und es wurden verschiedene Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Während der Kontrollen und den darauf folgenden Durchsuchungen wurde bei einem 52-jährigen Mann etwa 20 Gramm Cannabis von den Einsatzkräften sichergestellt. Aufgrund der Umstände erhärtete sich der Verdacht des Drogenhandels. Der Mann muss sich nun vor Gericht verantworten.
Zusätzlich wurde in der Schleiermacherstraße ein 37-jähriger Mann von den Beamten bemerkt. Bei seiner Kontrolle und der Durchsuchung wurden mehrere Plomben mit etwa 18 Gramm Amphetamin gefunden. Der Verdächtige wurde zur Wache gebracht, wo ein Ermittlungsverfahren wegen Drogenhandels eingeleitet wurde.
Im Rahmen der Maßnahmen wurden auch weitere Straftaten festgestellt. So wurden bei einem 40-Jährigen zwei gefälschte Rezepte beschlagnahmt und Anzeige wegen des Verdachts der Urkundenfälschung erstattet. In fünf weiteren Fällen leiteten die Einsatzkräfte Verfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ein, nachdem sie kleine Mengen Heroin und Crack sicherstellten. Zusätzlich wurden den Beamten während der Kontrollen zwei Fahrräder auffällig, die vorübergehend eingezogen wurden. Durch weitere Ermittlungen soll nun geklärt werden, ob die Fahrräder möglicherweise aus Straftaten stammen könnten.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 24363 Fälle aufgezeichnet, während es im Jahr 2023 bereits 26518 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 auf 23101. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 konstant, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 17079 auf 17106 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2089 auf 2027 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 6494 auf 7004. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 aufgezeichneten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt








