Zwei Männer in Untersuchungshaft wegen mutmaßlichem Handel mit über 6,7 kg Haschisch und 2,1 kg Marihuana.
Verdacht des Cannabis-Handeltreibens: Zwei in Untersuchungshaft

Neu-Isenburg (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung von Staatsanwaltschaft Darmstadt und Polizeipräsidium Südosthessen
(lei) Zwei junge Männer sind seit dem Wochenende wegen des Verdachts des unerlaubten Handels mit Cannabis in nicht geringer Menge angeklagt.
Die beiden 21-Jährigen wurden in der Nacht zum Samstag auf der Frankfurter Straße von Polizeibeamten im Rahmen einer Verkehrskontrolle gestoppt und überprüft. Dabei fiel den Beamten zunächst auf, dass der Fahrer möglicherweise unter dem Einfluss von Drogen stand und beide jeweils einen angeblich gefälschten britischen Führerschein vorzeigen wollten.
Aufgrund des Verdachts der Urkundenfälschung und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis wurden die beiden Dokumente eingezogen und beim Fahrer aufgrund des mutmaßlichen Drogenkonsums eine Blutentnahme angeordnet. Um ihre wahren Identitäten festzustellen, mussten beide zunächst auf die örtliche Polizeistation gebracht werden, wo sie jedoch die Angabe ihrer Personalien verweigerten. Im Zuge weiterer Ermittlungen stießen die Ermittler unter anderem auf eine Adresse, die beide Beschuldigten angeblich in Verbindung bringen soll – eine Unterkunft in der Offenbacher Straße. Dort fanden die Polizisten nicht nur britische Pässe der beiden Beschuldigten, sondern auch verschiedene Betäubungsmittel sowie eine beträchtliche Menge Bargeld, was zu einer Durchsuchung der gesamten Wohnung führte. Die Durchsuchung führte schließlich zur Sicherstellung von über 6,7 Kilogramm Haschisch, etwa 2,1 Kilogramm Marihuana sowie weiteren Substanzen. Ein Teil der Substanzen wurde von einem hinzugezogenen Drogenspürhund der Polizei aufgespürt. Darüber hinaus beschlagnahmten die Ermittler verschiedene Verpackungsmaterialien, mehrere Datenträger sowie über 27.000 Euro Bargeld.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt erließ ein Ermittlungsrichter am Amtsgericht Offenbach noch am Samstag Haftbefehle gegen die beiden Verdächtigen. Beide wurden daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Die Ermittlungen dauern an.
Hinweis für Journalisten: Rückfragen zu dieser Meldung richten Sie bitte an die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Darmstadt.
Bildquelle: Polizeipräsidium Südosthessen (Diensthund „Shadow“ vor den sichergestellten Beweismitteln).
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 24363 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 26518 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 im Jahr 2022 auf 23101 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen blieb jedoch relativ konstant bei 19133 im Jahr 2023 im Vergleich zu 19168 im Jahr 2022. In Hessen wurden 2023 insgesamt 7004 nicht-deutsche Verdächtige registriert. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt








