Beamte führen groß angelegte Kontrolle durch, stoppen gefährlichen Kraftstofftransport und verhindern Verhaftung durch Geldzahlung vor Ort.
Verkehrskontrollen an Autobahn 44 bei Lohfelden

Kassel (ost)
Lohfelden (Landkreis Kassel) / Autobahn 44:
Polizeibeamte der Operativen Einheit BAB (Bundesautobahn) führten am Mittwoch eine umfangreiche Verkehrskontrolle an der Autobahn 44 bei Lohfelden durch. Unterstützt wurden sie dabei von der Diensthundestaffel des Polizeipräsidiums Nordhessen mit Drogenspürhunden sowie dem Zoll. Zwischen 10:00 und 15:30 Uhr wurden zahlreiche Fahrzeuge in der Verbindung von der Autobahn 44 zur A7 in Richtung Norden kontrolliert. Dabei wurden nicht nur Fahrer unter Drogeneinfluss aus dem Verkehr gezogen, sondern auch ein gefährlicher Kraftstofftransport gestoppt.
Ein 38-jähriger Mann aus Tschechien wurde wegen des Verdachts der Hehlerei angezeigt. Er transportierte in seinem Skoda Superb etwa 430 Liter Dieselkraftstoff in ungeeigneten Kunststoffkanistern im Kofferraum und auf der Rückbank. Da der Kraftstoff mutmaßlich aus einer Straftat stammte und der Transport gegen Gefahrgutvorschriften verstieß, wurde der Diesel beschlagnahmt. Vor dem Abtransport musste das Technische Hilfswerk den Kraftstoff jedoch in geeignete Kanister umfüllen.
Bei der Überprüfung eines 34-jährigen Mannes aus Nordrhein-Westfalen stellte sich heraus, dass ein Haftbefehl gegen ihn vorlag. Der Mann konnte jedoch vor Ort mehr als 5.300 Euro bezahlen und so einer Verhaftung entgehen.
Ein 39-jähriger polnischer Staatsbürger aus den Niederlanden muss sich wegen Fahrens unter Drogeneinfluss verantworten. Ein Drogentest ergab Spuren von Amphetaminen und Tetrahydrocannabinol im Urin des Mannes. Ein Arzt entnahm ihm Blut und er musste eine Sicherheitsleistung zahlen, da er keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat. Auch bei einem 41-jährigen Mann aus dem Landkreis Goslar wurde Blut abgenommen, da er unter dem Verdacht stand, ein Fahrzeug nach dem Konsum von Cannabis geführt zu haben.
Neben der Verfolgung verschiedener Verstöße wurden auch etwa drei Gramm Amphetamine, drei Gramm Cannabis und ein verbotenes Pfefferspray von den Beamten sichergestellt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 24363 Fälle von Drogenkriminalität erfasst, während es im Jahr 2023 bereits 26518 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22378 im Jahr 2022 auf 23101 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19133 konstant. Davon waren 17106 männlich, 2027 weiblich und 7004 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73917 die meisten registrierten Drogenfälle in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt








