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Verkehrskontrollen im Lahn-Dill-Kreis

Ordnungshüter stoppen zahlreiche Verstöße und einen gefälschten Führerschein. Fahrzeugführer erwarten Verwarnungen und Bußgelder.

Foto: unsplash

Giessen (ost)

Lahn-Dill-Kreis: Viele Regelverstöße und ein gefälschter Führerschein.

(tp) Die Gesetzeshüter des Regionalen Verkehrsdienstes Lahn-Dill überprüften bei einer festen Verkehrskontrolle bereits am Mittwoch, den 4. März 2026, auf der Hauptstraße in Herborn-Burg viele Verkehrsteilnehmer. Insgesamt wurden auf dem kontrollierten Streckenabschnitt, der in beide Richtungen verlief, 21 Verstöße gegen die Gurtpflicht und fünf Verstöße gegen das Handyverbot festgestellt. Die Fahrer müssen nun mit entsprechenden Verwarnungen und Geldstrafen rechnen.

Aufgrund eines Gurtpflichtverstoßes stoppten die kontrollierenden Beamten einen 24-jährigen Fahrer in seinem Auto. Er zeigte den Beamten daraufhin einen syrischen internationalen Führerschein, der sich schnell als gefälscht herausstellte. Der 24-Jährige musste an dieser Stelle seine Fahrt beenden und muss nun mit einem Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und des Verdachts der Urkundenfälschung rechnen.

Zusätzlich zogen die Einsatzkräfte eine Fahrerin eines nicht ordnungsgemäß zugelassenen Autos aus dem Verkehr, woraufhin die Gesetzeshüter eine Anzeige wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Kraftfahrzeugsteuergesetz erstatteten.

Lahn-Dill-Kreis: Sonniges Wetter lockt Motorradfahrer: Polizei stoppt riskante Fahrten.

(tp) Aufgrund des frühlingshaften Wetters herrschte am Samstag (07.03.2026) ein hohes Aufkommen von Motorrädern auf der B255 im Bereich „Zollbuche“ im Lahn-Dill-Kreis. Beamte des Regionalen Verkehrsdienstes Lahn-Dill führten daher zwischen 16:00 und 18:15 Uhr zahlreiche Verkehrskontrollen durch. Ein 19-Jähriger mit einem gedrosselten Motorrad, der die teils schwer einsehbare, kurvige Strecke oft befuhr und dabei mehrmals riskant überholte, zeigte sich bei der anschließenden Kontrolle uneinsichtig. Aufgrund seiner gefährlichen Überholmanöver, der Missachtung von Überholverbotszeichen und des Fahrens mit unangepasster Geschwindigkeit verhängten die Gesetzeshüter gegen ihn Geldstrafen in Höhe von insgesamt 250 Euro. Eine ebenfalls 19-jährige Fahrerin musste den Ort verlassen und wurde angezeigt, weil sie mit ihrem Motorrad im Halteverbot an einer engen Kurve stand und die vorbeifahrenden Motorradfahrer mutmaßlich für die „eigene Berichterstattung“ fotografierte.

Zwei weitere Motorradfahrer fuhren in diesem Kurvenbereich mit Warnblinklicht und reagierten nicht auf die offensichtlichen Anhaltezeichen des Beamten. Einer der beiden Fahrer beschleunigte nach kurzem Zögern und entzog sich der Polizeikontrolle. Sein Kennzeichen ist jedoch bekannt, die Ermittlungen hierzu dauern an. Der zweite Fahrer konnte für eine Kontrolle gestoppt werden. Die Beamten belehrten alle kontrollierten Motorradfahrer an diesem Tag präventiv und wiesen sie auf die Gefahren ihres Fahrverhaltens auf dem überwachten Streckenabschnitt hin. Zu den Hauptursachen von Motorradunfällen gehören nach wie vor

Kreis Gießen: Manipuliertes Kennzeichen und überladener Sprinter.

(tp) Am Freitag, den 6. März 2026, kontrollierten Beamte des Regionalen Verkehrsdienstes Gießen im Rahmen einer Verkehrskontrolle am Bahnübergang Erdkauterweg Ecke Wilhelmstraße in Gießen einen Rollerfahrer. Er war mit einem frisierten Fahrzeug, aber ohne die erforderliche Fahrerlaubnis unterwegs. Die Gesetzeshüter stellten zudem fest, dass der junge Mann die Zahlen und Buchstaben seines ursprünglich grünen Versicherungskennzeichens aus dem Jahr 2025 mit Edding schwarz übermalt hatte. Dadurch wollte der Schüler offensichtlich den Betrag für ein neues Versicherungskennzeichen sparen. Denn ab dem 1. März 2026 benötigen Roller, Mofas und E-Scooter ein schwarzes Versicherungskennzeichen für das Jahr 2026/2027, während die alten grünen Kennzeichen ihre Gültigkeit verlieren. Obwohl kreativ, wurde gegen den Rollerfahrer ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, da er sowohl ohne die erforderliche Fahrerlaubnis als auch mit manipuliertem Kennzeichen unterwegs war.

Die Beamten kontrollierten auch den Sprinter einer Glasfaserfirma und stellten dabei eine Überladung des Fahrzeugs um ca. 65% fest. Der Fahrer zahlte daraufhin die angefallene Sicherheitsleistung in Höhe von 255 Euro, entlud den Sprinter und setzte dann seine Fahrt fort.

Wetteraukreis: Besonnene Biker im Bereich B275/B276 unterwegs – Maßnahmen wirken.

(tp) Blauer Himmel und Sonnenschein führten ebenfalls am Sonntag (08.03.2026) zu regem Motorradverkehr im Wetteraukreis. Im Bereich der B 275 / B 276 kontrollierten Beamte des Regionalen Verkehrsdienstes Wetterau in einer Motorrad-Doppelstreife zwischen 13:00 und 19:00 Uhr eine Vielzahl von Motorradfahrern. Im Vergleich zu den Vorjahren stellten die Beamten erfreulicherweise kaum verkehrsrechtliche Verstöße fest. Die kontinuierliche Polizeipräsenz in Kombination mit den straßenbaulichen Anpassungen der letzten Jahre hat u. a. dazu beigetragen, die einst auffällige Verkehrslage auf dem Streckenabschnitt zu entspannen.

Friederike Morello, Pressesprecherin

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.164 Fällen registriert, was 0,8% aller Unfälle entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 117.817 Fälle, was 81,02% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 145.422
Unfälle mit Personenschaden 19.527
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.914
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.164
Übrige Sachschadensunfälle 117.817
Ortslage – innerorts 14.839
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 7.577
Ortslage – auf Autobahnen 3.013
Getötete 188
Schwerverletzte 3.537
Leichtverletzte 21.704

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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