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Verkehrskontrollen in Südhessen

Fast 1900 Fahrzeugführer kontrolliert. Positive Bilanz der Roadpol-Aktionswoche mit 67 Feststellungen von Alkohol- oder Betäubungsmittelkonsum.

Foto: Depositphotos

Südhessen (ost)

Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat die hessische Polizei im Rahmen der europäischen Roadpol-Aktionswochen das Thema „Alkohol & Drogen“ behandelt.

Während der ersten Aktionswoche im Juni 2024 wurden insgesamt ca. 1.600 Verkehrsteilnehmer von der hessischen Polizei kontrolliert. Dabei wurden insgesamt 56 Verstöße im Zusammenhang mit Alkohol und/oder Rauschmitteln festgestellt. Dies entspricht einer Beanstandungsquote von 3,5 %.

Zum Abschluss des Jahres wurden vom 16. bis 22. Dezember erneut Schwerpunktkontrollen durchgeführt. Angesichts der Teillegalisierung von Cannabis durch die Bundesregierung in diesem Jahr setzt die hessische Polizei mit verstärkten Kontrollen während der europaweiten Aktionswoche ein Zeichen für die Verkehrssicherheit.

Neben der Teillegalisierung von Cannabis im April 2024 führte die Bundesregierung im Sommer 2024 einen gesetzlich festgelegten Grenzwert für THC-Beeinflussung ein. Der aktuelle Grenzwert liegt bei 3,5 Nanogramm THC pro Milliliter Blutserum. Fahranfänger sind jedoch einem absoluten Konsumverbot unterworfen. Seit den Gesetzesänderungen wird bei polizeilichen Maßnahmen verstärkt auf die Fahrtüchtigkeit von Fahrzeugführern geachtet, insbesondere bei Unfällen und Verkehrskontrollen.

Bei Anzeichen einer Beeinflussung durch THC oder andere illegale Betäubungsmittel im Rahmen einer Kontrolle oder nach einem Verkehrsunfall ist eine Blutentnahme erforderlich.

Ein besonderes Augenmerk lag während der Kontrollwoche auch auf den zahlreichen Weihnachts- und Jahresendfeierlichkeiten. Für viele Menschen gehören Glühwein und andere warme alkoholische Getränke zum Besuch des Weihnachtsmarktes dazu. Der Konsum von Alkohol sollte jedoch eine Teilnahme am Straßenverkehr ausschließen.

Im Polizeipräsidium Südhessen wurden insgesamt 1881 Verkehrsteilnehmer im Rahmen der Aktionswoche von der Polizei kontrolliert. Dabei wurden 67 Feststellungen im Zusammenhang mit Alkohol- oder Drogenkonsum getroffen.

Ziel ist es, durch solche Aktionswochen mit klaren Botschaften alle Verkehrsteilnehmer für ihre eigene Verantwortung und eine sichere Verkehrsteilnahme zu sensibilisieren und gefährliches Verhalten bewusst zu machen. In der Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel sollte das gemütliche Beisammensein nicht durch berauschte Teilnahme am Straßenverkehr getrübt werden. Die hessische Polizei wird auch über die Aktionswoche hinaus ihren Beitrag leisten.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023

Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Anstieg. Im Jahr 2022 wurden 24.363 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 bereits 26.518 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 22.378 auf 23.101. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19.133 konstant, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 17.079 auf 17.106 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2.089 auf 2.027 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 6.494 auf 7.004. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 24.363 26.518
Anzahl der aufgeklärten Fälle 22.378 23.101
Anzahl der Verdächtigen 19.168 19.133
Anzahl der männlichen Verdächtigen 17.079 17.106
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2.089 2.027
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 6.494 7.004

Quelle: Bundeskriminalamt

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