Fluchtversuch eines BMW-Fahrers vor der Polizei gescheitert. Verursacher beschädigt Nissan und flüchtet. Polizei bittet um Mithilfe bei Unfallfluchten.
Verkehrsvorfälle in Marburg-Biedenkopf

Giessen (ost)
Marburg: Fluchtversuch missglückt
Am gestrigen Abend (20. April) scheiterte ein 22-jähriger Fahrer eines BMW bei dem Versuch, einer Kontrolle durch eine Polizeistreife in Marburg zu entkommen. Die Polizisten bemerkten den 5er BMW gegen 20.10 Uhr in der Bahnhofstraße. Als sie das Fahrzeug überprüfen wollten, beschleunigte der 22-jährige Fahrer und fuhr in Richtung Wehrdaer Straße davon. Die Einsatzkräfte verfolgten das Auto. Der Fahrer reagierte nicht auf die Anhaltesignale der Ordnungshüter und fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit weiter. An der Kreuzung „Zur Kaute“ stoppte der BMW, woraufhin sein 26-jähriger Beifahrer ausstieg und zu Fuß floh. Eine weitere Polizeistreife verfolgte ihn und nahm ihn fest. Der Fahrer setzte seine Fahrt zunächst fort und hielt schließlich in der Cölber Straße an, wo er festgenommen wurde. Der 22-Jährige stand offenbar unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln und besaß keine gültige Fahrerlaubnis. Der Fahrer wurde zur Wache gebracht. Dort führte ein hinzugezogener Arzt eine Blutentnahme durch. Im Fahrzeug fanden die Beamten etwa 60 Gramm Cannabis, die sie beschlagnahmten. Der 22-Jährige wurde nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Er muss sich nun unter anderem wegen des Verdachts eines illegalen Autorennens, des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten. Die Polizei schließt derzeit nicht aus, dass der Autofahrer durch sein Fahrverhalten andere Verkehrsteilnehmer gefährdet haben könnte. Betroffene werden gebeten, sich bei der Polizeistation Marburg unter der Telefonnummer (06421) 4060 zu melden.
Marburg-Ockershausen: Nissan beschädigt – Verursacher flüchtet
Am vergangenen Donnerstag (16. April) ereignete sich zwischen 15 Uhr und 15.30 Uhr in der Graf-von-Stauffenberg-Straße Fahrerflucht. Ein grauer Nissan Qashqai stand am Straßenrand in Höhe der Hausnummer 15, als ein unbekannter Fahrer den Wagen beim Vorbeifahren beschädigte. Ohne sich um den Schaden zu kümmern, setzte der Fahrer seine Fahrt fort. Laut Zeugenaussagen geht die Polizei davon aus, dass der Fahrer mit einem weißen Transporter unterwegs war. Der Schaden am Nissan wird auf etwa 2.000 Euro geschätzt. Die Unfallfluchtermittler der Marburger Polizei suchen Zeugen, die den Unfall beobachtet haben und Informationen zum unbekannten Fahrer oder seinem Fahrzeug geben können. Sie werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (06421) 4060 zu melden.
Biedenkopf-Wallau: Unfallflucht auf Kundenparkplatz
Ein unbekannter Verkehrsteilnehmer verursachte am Samstag (18. April) zwischen 7.50 Uhr und 8.40 Uhr einen Schaden von knapp 4.500 Euro an der hinteren Stoßstange eines blauen Mazda 6e. Das Auto stand auf dem Kundenparkplatz eines Edeka-Marktes in der Theodor-Meissner-Straße. Hinweise nimmt die Polizei in Biedenkopf unter der Telefonnummer (06461) 92950 entgegen.
Biedenkopf: Überholmanöver trotz Gegenverkehr – Polizei bittet um Mithilfe
Am vergangenen Donnerstag (16. April) gegen 16 Uhr meldeten sich Zeugen beim Polizei-Notruf und berichteten von einem schwarzen Mercedes C-Klasse mit auffälliger Fahrweise. Der Fahrer soll in Wolfsgruben mehrere Fahrzeuge trotz Gegenverkehr überholt haben, wodurch die entgegenkommenden Autofahrer bremsen mussten, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Berichten zufolge fuhr der Fahrer in Eckelshausen an einem Stau vorbei im Bereich der Einmündung zur Bundesstraße 62. Eine Polizeistreife stoppte den Mercedes-Fahrer schließlich in Biedenkopf. Gegen den 44-Jährigen wird nun wegen des Verdachts der Nötigung im Straßenverkehr ermittelt. Verkehrsteilnehmer, die durch das Fahrverhalten gefährdet wurden, werden gebeten, sich bei der Polizeistation in Biedenkopf unter der Telefonnummer (06461) 92950 zu melden.
Alisa Jockel
Pressesprecherin
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 24.363 Fälle registriert, wovon 22.378 gelöst wurden. Es gab insgesamt 19.168 Verdächtige, davon waren 17.079 männlich und 2.089 weiblich. Nicht-deutsche Verdächtige machten 6.494 aus. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 26.518, wobei 23.101 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19.133 ähnlich, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen auf 17.106 und die der weiblichen Verdächtigen auf 2.027 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen erhöhte sich auf 7.004. Im Vergleich dazu gab es in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten registrierten Drogenfälle in Deutschland mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.164 Fällen registriert, was 0,8% aller Unfälle entspricht. Die meisten Unfälle waren jedoch Übrige Sachschadensunfälle mit 117.817 Fällen, was 81,02% ausmacht. In Ortslagen innerorts ereigneten sich 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen wurden 3.013 Unfälle (2,07%) verzeichnet. Dabei kamen 188 Menschen ums Leben, 3.537 wurden schwer verletzt und 21.704 leicht verletzt.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 145.422 |
| Unfälle mit Personenschaden | 19.527 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 6.914 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.164 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 117.817 |
| Ortslage – innerorts | 14.839 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 7.577 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.013 |
| Getötete | 188 |
| Schwerverletzte | 3.537 |
| Leichtverletzte | 21.704 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








