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Viernheim: Falsche Polizeibeamte am Werk

Trickbetrüger gaben sich im Landkreis Darmstadt-Dieburg und an der Bergstraße als Polizisten aus. Sie erzählten Geschichten, um Bürger zur Herausgabe ihrer Wertsachen zu bewegen.

Foto: Depositphotos

Schaafheim/Lampertheim/Viernheim (ost)

Am Donnerstag (11.06.2026) haben Trickbetrüger sowohl im Landkreis Darmstadt-Dieburg als auch an der Bergstraße als Polizeibeamte agiert. Es gab mehrere Anrufe bei der Polizei. Am Telefon erzählten sie verschiedene Geschichten, um Bürgerinnen und Bürger dazu zu bringen, ihre Wertsachen herauszugeben. In Schaafheim gelang es ihnen, einen Rentner zu täuschen, indem sie vorgaben, dass es in der Nachbarschaft einen Raub gegeben habe. Zur Sicherheit sollte der Senior seine Wertsachen der Polizei übergeben. Gutgläubig übergab der Mann in der Odenwaldstraße daraufhin Wertsachen und Geld an einen falschen Polizeibeamten, der um 15 Uhr zur Abholung geschickt wurde. Als der Schwindel aufflog, war der Betrüger bereits verschwunden. Er wird als etwa 20 Jahre alt, schlank und 1,70 Meter groß beschrieben. Zur Tatzeit trug er einen hellblauen Trainingsanzug. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu dem unbekannten Geldabholer geben können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 06151 / 969-0 bei den Ermittlern (KI-ZE40) zu melden.

Auch an der Bergstraße versuchten die Betrüger ihr Glück. In Viernheim versuchten sie unter anderem, eine Frau zu täuschen, indem sie ihr am Telefon erzählten, dass ihre Tochter einen tödlichen Unfall verursacht habe und nun ins Gefängnis müsse. Dies könne nur durch die Zahlung einer Kaution verhindert werden. In diesem Fall wurde der Schwindel schnell aufgedeckt. Die Frau fragte zuerst am Telefon, wo ihre Tochter sei, und kündigte an, persönlich vorbeikommen zu wollen. Daraufhin wurde das Gespräch beendet. Als sie dann ihre Tochter anrief und nach ihrem Wohlbefinden fragte, war klar, dass sie zuvor mit Betrügern gesprochen hatte.

Die Geschichten der Betrüger sind vielfältig, haben aber, egal ob Schockanruf, Enkeltrick oder falscher Polizeibeamter, nur ein Ziel: Die Kriminellen wollen an das Geld und die Wertsachen ihrer Opfer gelangen.

Die Polizei warnt erneut in diesem Zusammenhang: Geben Sie keine persönlichen Daten oder Angaben zu Ihren Lebensumständen preis. Machen Sie niemals Angaben zu Wertsachen oder Vermögenswerten. Die Polizei sichert kein Bargeld oder andere Wertsachen vorsorglich. Sie holt auch kein Bargeld an der Haustür ab. Lassen Sie sich zu keinem Zeitpunkt unter Druck setzen, egal was Ihnen erzählt wird. Beenden Sie das Gespräch und informieren Sie die örtliche Polizei oder wählen Sie den Polizeinotruf 110. Auch Rückfragen bei Freunden und Familien können schnell den Betrug aufdecken.

Quelle: Presseportal

Raubstatistiken in Hessen für 2022/2023

Die Raubüberfallraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 2871 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 3217 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 1785 auf 1850. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2173 im Jahr 2022 auf 2263 im Jahr 2023. Davon waren 1974 männlich, 199 weiblich und 1077 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 2.871 3.217
Anzahl der aufgeklärten Fälle 1.785 1.850
Anzahl der Verdächtigen 2.173 2.263
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.974 2.046
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 199 217
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.077 1.179

Quelle: Bundeskriminalamt

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