Die hessische Polizei führte 50 Durchsuchungen in 5 Tagen durch, um sexualisierte Gewalt an Kindern zu bekämpfen. Die Ermittlungen betreffen 47 Männer und eine Frau im Alter von 14 bis 78 Jahren.
Vogelsberg: 50 Durchsuchungen in Hessen gegen Pädokriminelle

Wiesbaden (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main – ZIT – und des Hessischen Landeskriminalamts
Die Polizei in Hessen hat in der letzten Woche von Montag bis Freitag intensiv gegen sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche vorgegangen: In ganz Hessen wurden innerhalb von fünf Tagen bei Schwerpunktaktionen 50 Wohnungen, Häuser und andere Räumlichkeiten durchsucht. Die Operation wurde im Auftrag der hessischen Staatsanwaltschaften vom Hessischen Landeskriminalamt (HLKA) koordiniert.
Die Verdächtigen, 47 Männer und eine Frau, sind zwischen 14 und 78 Jahren alt. Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen stehen sie nicht miteinander in Verbindung. Vier Verdächtige werden verdächtigt, Kinder sexuell missbraucht zu haben. Den anderen 44 Verdächtigen wird der Erwerb, Besitz oder Verbreitung von Kinder- oder Jugendpornografie vorgeworfen.
Die Einsätze fanden in den Städten Darmstadt, Frankfurt am Main, Kassel und Offenbach am Main sowie in den Landkreisen Fulda, Gießen, Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg, Hersfeld-Rotenburg, Main-Kinzig, Bergstraße, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg, Lahn-Dill, Marburg-Biedenkopf, Main-Taunus, Hoch-Taunus, Rheingau-Taunus, Limburg-Weilburg, Wetterau und Vogelsberg statt.
Bei den Durchsuchungen wurden insgesamt 263 Datenträger – darunter 91 Smartphones, 40 Computer und Laptops sowie 52 USB-Sticks – sichergestellt, sowie mutmaßliche Tatkleidung, Papiere und mehrere Lichtbilder. Die sichergestellten Datenträger werden nun forensisch analysiert. Alle Bilder und Filme müssen von Ermittlern gesichtet, kriminalistisch bewertet und auf weitere Ermittlungsansätze überprüft werden, um die jeweiligen Vorwürfe zu bestätigen oder zu widerlegen.
Bei drei Verdächtigen wurde jeweils ein Verstoß gegen das Waffengesetz (eine Schusswaffe sowie mehrere Schlagringe und Einhandmesser) und bei einem Verdächtigen ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz festgestellt.
Hintergrund FOKUS
Der Kampf gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Kinderpornografie ist ein Schwerpunkt der hessischen Polizei. Die Einheit „FOKUS“ (Fallübergreifende Organisationsstruktur gegen Kinderpornografie Und Sexuellen Missbrauch von Kindern), die im Oktober 2020 unter anderem aufgrund stetig steigender Fallzahlen, zunächst als Besondere Aufbauorganisation (BAO) ihre Arbeit aufgenommen hat, ist seit Februar 2024 fester Bestandteil der Regelorganisation der sieben hessischen Polizeipräsidien und des Hessischen Landeskriminalamts. Mit dem Ziel, polizeiliche Maßnahmen gegen Kindesmissbrauch und Kinderpornografie in Hessen zu bündeln und zu intensivieren, verfolgt die hessische Polizei mit circa 275 Mitarbeitern, darunter rund 150 Ermittlern, gezielt Sexualstraftaten an Kindern und Jugendlichen.
Kontakt:
Hessisches Landeskriminalamt
Laura Kaufmann-Conrad
Telefon: 0611/83-8310
E-Mail: kommunikation.hlka@polizei.hessen.de
http://www.polizei.hessen.de
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Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2021/2022
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2021 und 2022 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2021 wurden 25216 Fälle erfasst, während es im Jahr 2022 nur noch 24363 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 23331 auf 22378 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 19820 auf 19168, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 17704 auf 17079 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 2116 auf 2089 fiel. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg jedoch von 6321 auf 6494 an. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die meisten Drogenfälle in Deutschland verzeichnet – 70510.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 25.216 | 24.363 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 23.331 | 22.378 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.820 | 19.168 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.704 | 17.079 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.116 | 2.089 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.321 | 6.494 |
Quelle: Bundeskriminalamt








