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Vogelsbergkreis: Betrüger geben sich als Bankmitarbeiter aus

Am Donnerstag (05.11.) gab eine Seniorin in Rainrod ihre PIN preis und übergab zwei Debitkarten. Unmittelbar danach wurde ein fünfstelliger Bargeldbetrag abgehoben.

Foto: unsplash

Vogelsbergkreis (ost)

Schotten. Am Donnerstag (05.11.) wurde eine Seniorin aus dem Ortsteil Rainrod Opfer von Trickbetrügern. Im Tagesverlauf riefen die Täter bei ihr an und behaupteten, Mitarbeiter einer Bank zu sein. Einer der angeblichen Bankmitarbeiter brachte die Seniorin durch geschickte Gesprächsführung dazu, ihm unter einem Vorwand telefonisch ihre PIN zu nennen. Außerdem übergab sie ihre beiden Debitkarten an einen weiteren vermeintlichen Bankmitarbeiter, der sie wie vereinbart zu Hause besuchte. Direkt nach der Kartenübergabe wurde ein fünfstelliger Bargeldbetrag abgehoben. Der unbekannte Abholer war männlich, circa 170 cm groß und kräftig gebaut. Er trug eine Brille und eine Schildkappe (Mütze).

Wer Angaben zum Sachverhalt oder zu Personen beziehungsweise Fahrzeugen machen kann, die sich am Donnerstag in der Ortslage Rainrod auffällig verhielten, wird gebeten, sich bei der Polizei Lauterbach unter 06641/971-0, bei jeder anderen Polizeidienststelle oder über die Onlinewache unter www.polizei.hessen.de zu melden.

Ihre Polizei gibt Ihnen Tipps:

Bitte richten Sie Hinweise zum Täter oder zur Tat an die Polizei Alsfeld unter 06631/974-0, an jede andere Polizeidienststelle oder an die Onlinewache unter www.polizei.hessen.de.

Schlitz. In einem Lebensmittelmarkt in der Bahnhofstraße wurde am Donnerstagnachmittag (05.11.) ein Ladendiebstahl versucht. Der Täter floh schließlich ohne Beute. Gegen 13.35 Uhr verstaute ein bisher unbekannter Mann mehrere Waren des täglichen Bedarfs und Fleischprodukte in seinem Rucksack. Mitarbeiter wurden darauf aufmerksam, beobachteten das Geschehen und hielten den Unbekannten im Ausgangsbereich an. Sein erster Fluchtversuch wurde vom Personal verhindert, das ihn erneut stellte. Als die Angestellten die gestohlenen Waren in seinem Rucksack fanden und wieder an sich nahmen, ergriff der Mann die Gelegenheit und lief unerkannt aus dem Markt. Bei dem Vorfall wurde glücklicherweise niemand verletzt.

Der Mann hatte dunkle Haare und ein südländisches Erscheinungsbild. Er trug eine schwarze Jacke und hatte einen dunkelblauen Rucksack bei sich.

Hinweise nimmt die Polizei Lauterbach unter 06641/971-0 entgegen. Sie können auch an jede andere Polizeidienststelle oder über die Onlinewache unter www.polizei.hessen.de übermittelt werden.

Gemünden. Im Ortsteil Burg-Gemünden kam es am Donnerstagnachmittag (06.11.) zu einem Fall von mutmaßlichem Identitätsdiebstahl. Nach bisherigen Erkenntnissen verschafften sich bislang unbekannte Täter Zugang zu den persönlichen Daten einer 38-Jährigen und verwendeten diese im digitalen Raum für betrügerische Zwecke. Die Betroffene stellte den Missbrauch ihrer Identität am gestrigen Donnerstag fest und zeigte ihn sofort bei der Polizei an. Wie hoch der Sachschaden genau ist und auf welche Weise die Täter an die sensiblen Daten gelangten, wird derzeit ermittelt.

Die Polizei empfiehlt, beim Umgang mit persönlichen Daten besonders vorsichtig zu sein. Geben Sie Passwörter, Geburtsdaten und Bankverbindungen weder auf ungeprüften Plattformen noch an unbekannte Dritte weiter. Kontrollieren Sie Ihre Kontoauszüge regelmäßig auf unberechtigte Abbuchungen. Wenn Sie vermuten, dass Ihre Identität gestohlen wurde, sichern Sie sämtliche Beweise, etwa E-Mails und Screenshots, und erstatten Sie unverzüglich Anzeige.

Andreas Janta

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Hessen für 2022/2023

In Hessen stieg die Zahl der registrierten Cyberkriminalitätsfälle von 9.798 im Jahr 2022 auf 10.106 im Jahr 2023, ein Anstieg um rund 3,1 Prozent. Die Zahl der aufgeklärten Fälle erhöhte sich von 3.961 auf 4.224, während die Zahl der Tatverdächtigen von 2.653 auf 2.828 zunahm. Darunter waren 2022 insgesamt 1.806 Männer und 847 Frauen; 2023 waren es 1.918 Männer und 910 Frauen. Die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen stieg von 851 auf 915. Im Vergleich dazu wurden 2023 in Berlin mit 22.125 Fällen die meisten Cyberkriminalitätsfälle Deutschlands registriert – mehr als doppelt so viele wie in Hessen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 9.798 10.106
Anzahl der aufgeklärten Fälle 3.961 4.224
Anzahl der Verdächtigen 2.653 2.828
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.806 1.918
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 847 910
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 851 915

Quelle: Bundeskriminalamt

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